„Die Spreewaldgurkenverschwörung“ – von Cathrin Moeller

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Broschiert: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956495888
ISBN-13: 978-3956495885
Preis: 9,99€

Das Universum hat sich gegen Helene verschworen: Die Chefin nervt, der Bruder steht mit einem Bein im Gefängnis … und nun wird die gutmütige Apothekenhelferin auch noch des Mordes verdächtigt! Dabei ist sie doch nur zufällig beim Medikamenteausliefern über eine Leiche gestolpert und dann hat sie halt dummerweise das Messer rausgezogen … Aber so leicht gibt sich Helene nicht geschlagen. Nimm dies, Universum! Mit der Unterstützung ihrer schönen und unerträglich perfekten Schwester, der Staatsanwältin Lisa, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Eine heiße Spur führt die ungleichen Geschwister in den scheinbar idyllischen Spreewald. Doch im brandenburgischen Dickicht lauern außer blutrünstigen Mücken noch weitaus gefährlichere Gegner und das Chaos ist stets nur ein Gurkenglas entfernt …

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Helene ist eine junge Frau, die in einer Apotheke in Berlin arbeitet. Sie hat es bisher nicht leicht in ihrem Leben gehabt. Sie ist gut in ihrem Job, aber das weiß ihre neue Chefin nicht wirklich zu schätzen und schikaniert sie, wo es nur geht. Einen Freund hat Helene auch nicht und ihren Körper mag sie sowieso nicht. Nur ihr bester Freund Thorsten versteht Helene und hält bedingungslos zu ihr. Als sie abends wie so oft noch ein wichtiges Medikament ausliefern muss, stolpert sie quasi über eine Leiche in dem Haus, wo das Medikament hin soll. Typisch für Helene macht sie alles falsch, was man dann nur falsch machen kann und ehe sie sich versieht, wird sie von der eigenen Schwester, die Staatsanwältin ist und mit der Familie nichts zu tun haben will, in Handschellen abgeführt und des Mordes verdächtigt. Da der zuständige Kommissar nur mit Sprüchen aber nicht mit Taten glänzt, sieht sich Helene gezwungen, selbst heraus zu finden, wer der wahre Täter des Professors ist. Zusammen mit Thorsten, der Schwester und dem Sohn des Ermordeten landen sie auf der Suche nach dem Mörder und einem geheimen Gurkenrezept schließlich im Spreewald und gehen dort nicht nur auf Tigermückenjagd…….

Es ist das zweite Buch von Cathrin Moeller, welches ich lesen durfte. Auch hier vereinen sich wieder Humor und Satire mit Kriminalroman wie schon im ersten Buch „Wolfgang muss weg“. Einige Szenen und so manche Vorgehensweise der Hauptprotagonistin darf man nicht so ernst nehmen, sind sie doch ein wenig fernab jeglicher Realität. So hatte man oft das Gefühl, keinen Krimi zu lesen, sondern einen lustigen Roman gespickt mit Witz und Satire.  Dennoch habe ich mich  gut unterhalten gefühlt. Auf der einen Seite fiebert man mit Helene mit, wenn sie von einem Fettnäppchen ins nächste tritt und dann fragt man sich wieder, wie alt Helene ist und ob sie auch mal das Gehirn einschaltet bei ihren ganzen Aktionen, die sie so los lässt, um den wahren Mörder zu finden.

Die Charaktere konnten mich nicht alle überzeugen. Helene als Hauptprotagonistin war für mich nicht immer authentisch, denn viele ihrer Handlungen waren nicht nachvollziehbar. Am sympathischsten fand ich ihren Freund Thorsten. Er hat viel Witz und schafft es, Helene Seiten an sich aufzuzeigen, die sie selbst gar nicht sieht. Und so muss sie zum Schluss feststellen, dass man sich selbst treu bleiben soll und nicht jemand sein muss, der man gar nicht ist.

Die Handlung ist schlüssig und auch wenn die Spannung nicht übermäßig groß ist, war das Buch sehr unterhaltsam. Das Ende ließ sich im Laufe der Handlung erahnen, war gut durchdacht  und ohne offene Fragen. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir wieder gut gefallen.

Fazit:

Musste ich bei den meisten Szenen lachen, habe ich bei anderen nur mit dem Kopf geschüttelt und insgesamt hatte ich vergnügliche Lesestunden. Eben ein Krimi der etwas anderen Art. Deshalb gibt es von mir 4 Lupen für das Buch.

4Lupen

 

Gewinnerbekanntgabe zur Blogtour „Schattwald“

Blogtour Schattwald

 

Und schon ist die Blogtour auch wieder vorbei. Schade eigentlich, mir hat sie sehr viel Spaß gemacht.

Auf jedem Blog wird wie angekündigt ein Gewinner gezogen. Mein Teenie Sohn hat den Part der Ziehung übernommen und gewonnen hat ein Printexemplar des Buches

BARBARA DIEHL

Schattwald

Schick mir bitte per Mail deine An Schrift, diese wird dann an den Verlag weiter geleitet.

Herzlichen Glueckwunsch!!!

 

Allen anderen kann ich sagen, seid nicht traurig, die naechste Blogtour kommt schon in Kuerze.

„Schattwald“ von Barbara Dribbusch- BUCHTOURNEE

Herzlich Willkommen zum Auftakt der Buchtournee zum Buch „Schattwald“ von Barbara Dribbusch.

Blogtour Schattwald

Vom 10.08.-14.08. erfahrt ihr ganz viel über das Buch selbst, den Handlungsort, könnt einem Interview mit der Autorin zusehen, bekommt einen Einblick in das Thema Psychiatrie und lest ein fiktives Interview mit der Hauptprotagonistin des Romans.
Das klingt doch echt spannend, oder?

Damit ihr keinen Beitrag verpasst, gebe ich euch erst einmal schnell einen Überblick, welche Blogs mit welchem Thema an der Tournee teilnehmen.

  • Los geht’s heute bei mir
  • Am 11.08. berichtet euch Suse von Literaturschock über die Einrichtung „Schattwald“
  • Am 12.08.  führt Mona auf ihrem Youtube Kanal  Bücherwunder  ein Interview mit der Autorin Barbara Dribbusch durch
  • Am 13.08. gibt es bei Rika und ihrem Blog Schwarzbuntgestreift etwas über Psychiatrie zu lesen
  • Den Abschluss der Blogtour bildet Jasmin, die ein fiktives Interview mit der Hauptfigur des Buches auf Buchleben  führt

 

ÜBRIGENS: Es gibt eine Leserunde zu dem Buch auf Leserunden.de. ab 19.08. Diese wird sogar von der Autorin Barbara Dribbusch begleitet. Wer also schon immer mal mit anderen begeisterten Lesern  und einer Autorin über ein Buch diskutieren möchte, kann gerne daran teilnehmen. Meldet euch einfach an……

So, jetzt stelle ich euch aber endlich das Buch näher vor

Steckbrief vom Buch „Schattwald“

Geboren: 01.08.2016                                Schattwald
Mutter: Barbara Dribbusch
Geschwister: keine (Debütroman )
Wohnort: PIPER Verlag
Größe: 368 Seiten                                                                                         Zu haben bei: Amazon
Hobbies: den Leser gut unterhalten
Charakter: spannend, interessant,

 

 

Die Story des Buches

Als Anne Südhausen nach Innsbruck reist, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte zu regeln, macht sie eine Entdeckung: Tagebücher aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Charlottes Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen – einem Ort, an dem schreckliche Dinge geschahen, die das Leben der Großmutter für immer veränderten. Auch in der Gegenwart passiert Unerwartetes: Ein außergewöhnlicher Mann tritt in Annes Leben, einige Personen entwickeln plötzlich großes Interesse an den Tagebüchern und Anne gerät immer mehr in Gefahr … ( Quelle: Amazon )
 Na…neugierig?

 

Ich verrate euch mal noch ein bisschen mehr über das Buch.
Es ist in 2 Zeitabschnitte eingeteilt.

Im ersten Zeitabschnitt geht es um die Geschichte von Anne Sandhausen, die im Jahr 2014 nach Innsbruck reist, um dort den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter zu regeln.
Anne ist 46 und gerade nicht wirklich in guter Verfassung, denn ihr Mann Alex hat sie nach 13 Jahren Ehe für eine Jüngere verlassen. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, der Anne auch heute noch belastet. So fliegt sie nach Innsbruck und dort wartet dann ein Abenteuer auf sie, dass so einige Überraschungen enthält, aber nicht ungefährlich ist.

Nachdem Anne in Innsbruck angekommen ist, findet sie 13 Tagebücher, in denen ihre Großmutter Charlotte, ihre Erlebnisse im Nervensanatorium Schattwald nieder geschrieben hat. Diese Tagebücher erzählen dann den 2. Zeitabschnitt des Buches.

Dieser  spielt im Ötztal Ende Februar 1943. Der Krieg ist noch im ganzen Land spürbar. Charlotte Rotstetter, gerade mal 20 Jahre jung, die den Tod ihres Zwillingsbruders Robert nicht verarbeiten kann, kommt als neue Patientin ins Nervensanatorium Schattwald.
Sie teilt sich ein Zimmer mit der Pianistin Sophia Ederle, die allerdings kein Wort spricht aufgrund eines traumatischen Erlebnisses. Bald schon muss Charlotte erkennen, dass es sich hier nicht nur um eine Nervenheilanstalt handelt und einige Patienten und auch Angestellte ein großes Geheimnis wahren.  Charlotte weiß schnell nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann, denn es geschehen schlimme Dinge im Sanatorium.

So viel zum Inhalt……..

Wie wäre es noch mit einer kleinen Leseprobe?

 

Soll ich euch verraten, wie es mir gefallen hat?

Ich fand das Buch sehr gut. Der Autorin ist es gelungen, mich einerseits mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1943 zu nehmen, wo ich eine Andeutung bekommen konnte, wie es zu dieser Zeit war. Andererseits fieberte ich mit der Hauptprotagonistin Anne in der Gegenwart  mit. Fragt man mich, welcher Zeitabschnitt mir besser gefallen hat, ich könnte mich nicht entscheiden. Beide konnten mich fesseln auf ihre Art und Weise. Durch den ständigen Wechsel zwischen den Zeitepochen kam es nie zu einem Spannungsabbau, denn die Wechsel waren gekonnt an der richtigen Stelle gesetzt.  Es tauchen einige Nebendarsteller auf, die man auf dem ersten Blick nicht immer zuordnen kann und dann gibt es auch noch eine Tote, was die Handlung natürlich noch spannender machte. Man fragt sich ständig, was die verschiedenen Nebendarsteller mit Anne bzw. Charlotte zu tun haben und wie sie in die Handlung hineinpassen.
Am Ende  schließt sich aber der Kreis, die Autorin lässt keine Fragen offen und der Leser wird bis zum Schluss einfach gut unterhalten. Nebenbei erfährt man einiges aus der Zeit des Nationalsozialismus, den Machenschaften der Ärzte und Psychiater unter der Flagge Hitlers und wie es in dieser Zeit in einer Nervenheilanstalt zugeht. Diese Informationen werden von der Autorin gut in die  Handlung eingeflochten und ich fand diese für mich auch  ausreichend. Mehr davon bzw. detaillierter hätte wohl den Lesefluss doch hier und da gestört, denn es hätte insgesamt nicht zur Handlung gepasst. Der Leser soll ja unterhalten werden und dies ist Barbara Dribbusch mit diesem Debütroman meiner Meinung nach gelungen. Ich kann euch das Buch einfach nur empfehlen……..

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Quelle: pixabay

 

Fehlt noch was?

 

Ja klar……….DAS GEWINNSPIEL

 

Zu  gewinnen gibt es auf jedem Blog jeweils ein Printexemplar des Buches „Schattwald“.

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Ich habe in meinem Beitrag ein paar Buchstaben farblich markiert. Findet alle Buchstaben und setzt sie zu einem Wort zusammen. Dieses Lösungswort schreibt ihr dann bitte in einem Kommentar unter diesen Beitrag……..NE, NE, dann  hat ja nur der erste Kommentator was zu tun  und alle anderen schreiben ab. Also schickt es bitte per mail an y.hantschel@online.de.   ( Ihr dürft gerne trotzdem einen Kommentar hinterlassen )Auslosung und Gewinnerbekanntgabe ist am 15.08. auf diesem Blog. Bitte vergesst nicht eure Mailadresse im Kommentar zur Sicherheit.

Ich wünsche euch allen ganz viel Glück!klee-1015602__180 

 

 

 

 

DAS KLEINGEDRUCKTE!!!

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich.
  • Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist.
  • Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 14.08.2016 um 23:59 Uhr.

„Zwanzig Sekunden Ewigkeit“ – von Siegfried Langer

20 Sekunden Ewigkeit

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2045 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 180 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01JSEF4VS

Alex erwacht.
Es ist bitterkalt.
Ein Kühlraum für Leichen, stellt sie entsetzt fest.
Verzweifelt hämmert sie an die Tür und schreit um Hilfe.
Aber niemand hört sie.
Was ist passiert? Sie kann sich an nichts erinnern.
Hat man sie für tot gehalten?
Oder entführt und hier eingesperrt?
Als sich die Tür schließlich öffnet, wird ihre Verwirrung noch größer, denn in diesem mysteriösen Haus ist nichts, wie es scheint.
Nach und nach tauchen rätselhafte Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit auf und Alex versucht, die Puzzleteile an die richtigen Stellen zu legen.
Doch je vollständiger das Bild wird, desto mehr zweifelt sie an ihrem Verstand.
Und sie wünscht sich immer mehr, dass alles vergessen bliebe …

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Alex liegt auf einem kalten Metalltisch, nur mit einem kleinen grauen Kleidchen bekleidet. An ihrem Fuß baumelt ein Kärtchen. Sie weiß nicht, wo sie ist und wie sie in diesen Raum gekommen ist. Eigentlich kann sie sich an nicht viel erinnern. Sie hat einen lieben Mann und einen Freund, der Peter heißt und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Ihre Krankheit, die sie im Kinder-und Jugendalter hatte, hat sie eigentlich im Griff. Aber eigentlich ist nichts so wie es scheint und eigentlich……….

…….würde ich jetzt hier dann spoilern und deshalb höre ich schon auf mit der Inhaltsbeschreibung des neuen Buches von Siegfried Langer.

 Es handelt sich um den Thriller „Zwanzig Sekunden Ewigkeit“, der gerade erst erschienen ist und den ich vorab lesen durfte. Herzlichen Dank dafür lieber Siegfried, du hast es wieder geschafft, mich glänzend zu unterhalten. Ich kenne nun schon einige Bücher des  Autors und diese sind allesamt extrem spannend, mit interessantem Plot, der ein oder anderen brutalen Szene, hier und da schon mal etwas eklig und haben alle eines geschafft: mich kaum vom Buch los reißen zu können.

Nun, das ist bei diesem Buch nicht anders. Allerdings schlägt Siegfried Langer hier die leisen Töne an. Es gibt eine absolut interessante Handlung von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hatte ja zu Beginn erwartet, dass die Hauptprotagonistin hier in die Fänge eines perfiden Killers geraten ist und dieser nun einige schreckliche Dinge mit ihr anstellt – eben wie ich es gewohnt war von Siegfrieds Büchern.  Doch dem war nicht so. Es ist nicht brutal, es fließt kein ( kaum ) Blut und doch packt einen dieses Buch. Man kam sich irgendwann vor beim  Lesen wie im Film „ Und täglich grüßt das Murmeltier“. Etwa zur Mitte des Buches habe ich geahnt, worauf Siegfried hinaus will und lag auch richtig. Doch den Lesegenuss hat mir das nicht genommen.  Die Handlung ist so spannend, die anderen Protagonisten ebenso wie Alex sehr gut ausgearbeitet und durch kleine versteckte Hinweise wird der Leser zum Kern des Buches geführt. Ich müsste jetzt auch wieder spoilern, wenn ich darauf näher eingehen würde.

 Wie schon so oft, konnte ich auch in diesem Buch  wieder etwas lernen beim Lesen für mein Allgemeinwissen. Sowas finde ich ja immer total faszinierend.

Die Kürze des Buches im Gegensatz zu seinen anderen Werken hat mich nicht gestört, eigentlich fand ich die knapp 150 Seiten sogar gut. Die Handlung wurde nicht unnötig in die Länge gezogen dadurch, es bleiben keine Fragen offen und ich hatte einige Stunden Lesegenuss.

Siegfried ist es mit dem Buch gelungen, dass ich auch jetzt noch über den Inhalt nachdenken muss und er wird mich wohl noch einige Zeit beschäftigen. Die Kernaussage, die der Autor hier dem Leser vermitteln möchte, hat mit einem Thriller eigentlich gar nichts zu tun. Dies dann so geschickt zu verpacken, das kann nicht jeder Autor.

Von mir gibt es volle 5 Lupen  und eine absolute Leseempfehlung.

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Hörbuch „Weinende Wasser“ von Karin Brynard

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Audio CD
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio) (10. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785752318
ISBN-13: 978-3785752319
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: 19,99€

„Den großen Mann aus der großen Stadt“ – so nennen seine neuen Kollegen Albertus Beeslaar. Der 2 Meter große Inspector hat sich erst vor Kurzem in den Norden Südafrikas versetzen lassen, in die staubtrockene Provinz Nordkap. Nach über 20 Jahren bei der Mordkommission in Johannesburg wünscht Beeslaar sich nichts mehr als einen ruhigen Posten auf dem Land. Doch ein furchtbares Verbrechen bringt ihn auch hier um den Schlaf: Auf einer Farm werden eine junge Frau und ihr Kind ermordet, ihre Leichen zudem seltsam drapiert. Beim Anblick des grausigen Tatorts ahnt der Inspector, dass dieser Fall ihn bis an seine Grenzen treiben wird.

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„Weinende Wasser“ ist ein Buch von Karin Brynard und erschien im Juni 2016 im Verlag Bastei Lübbe. Ich habe das Buch als Hörbuch angehört. Der Sprecher des Hörbuches ist Achim Buch und ich kann schon vorweg sagen, dass er seine Sache toll gemacht hat. Man hatte beim hören das Gefühl, es wären mehrere Sprecher und nicht nur einer. Er kann wunderbar akzentuieren und seine Stimme entsprechend dem jeweiligen Protagonisten anpassen. Klasse Leistung!

Im Hörbuch geht es um Inspector Beeslaar, der neu in die Provinz Nordkap nach Südafrika versetzt wurde. Dort geschieht ein grausamer Mord an einer jungen Frau und einem kleinen Mädchen auf deren Farm. Die Leiche der Frau ist seltsam an einen Stuhl drapiert und während die meisten Kollegen und auch Einheimischen von einem Farmmord ausgehen, die sehr oft in der Region passieren, glaubt Beeslaar nicht an diese Theorie. Genauso geht es auch der Schwester der Toten, die sich nun um den Nachlass kümmert und ihre eigenen Nachforschungen anstellt……

Wenn man an Südafrika denkt, hat man ja sofort Bilder im Kopf vom Kap der guten Hoffnung, einer atemberaubende Landschaft und eine große Artenvielzahl an Tieren. Leider sieht die Realität dort meist ganz anders aus und die Farmer dieser Region kämpfen tagtäglich ums nackte Überleben. Nicht nur die langen Trockenperioden machen ihnen zum Beispiel zu schaffen, nein, der Mensch selbst ist es. Farmmorde sind ebenso wie Viehdiebstähle an der Tagesordnung. Im letzten Jahr gab es allein über 100 Überfälle auf Farmen. Diese Problematik packt die Autorin in das Buch und wenn man beim Hören der Cd´s bedenkt, dass dies bittere Realität ist und nicht der Fantasie der Autorin entsprungen, stellen sich hier und da die Nackenhaare schon mal auf.

 Leider konnte mich das Hörbuch dennoch nicht überzeugen. Wahrscheinlich wäre ich hier mit der Printausgabe auch besser dran gewesen, denn dann wäre ich mit den vielen ausländischen Namen nicht so durcheinander gekommen.

Beeslaar ist ein interessanter Protagonist mit so einigen Geheimnissen. Er scheint schneller zu reden als zu denken, was ihm ab und an zum Verhängnis wird. Trotzdem hat er das Herz am rechten Fleck. Die anderen Protagonisten waren mir ehrlich gesagt bis auf Freddi, die Schwester der Toten, zu undurchsichtig. Das machte mir ein Verfolgen der Handlung auch teilweise schwer. Spannung wurde nicht richtig aufgebaut und hielt sich auch nicht bis zum Schluß. Es war einfach zu viel drumrum um die Handlung und teilweise ein wenig durcheinander. Ich hatte mir echt überlegt, die  CD´s nicht nur einmal anzuhören. Aber dazu hat mir dann echt die Lust gefehlt.

Als Auftakt einer Krimireihe ist es kein schlechtes Hörbuch mit einem sympathischen Inspector als Hauptprotagonist. Die Handlung konnte mich dennoch nicht wirklich überzeugen, allerdings fand ich das Hintergrundwissen, was man hier über die Lage Südafrikas bekommen hat, sehr anschaulich dargestellt.

Das Hörbuch bekommt von mir 3 Lupen.

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„Die Zeitagentin: Ein Fall für Peri Reed“ – von Kim Harrison

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Broschiert: 640 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453317300
ISBN-13: 978-3453317307
Preis: 14,99€

Peri Reed ist jung, sexy und tough. Doch das ist nicht das Beste an ihr! Was sie einzigartig macht, ist ihre Gabe: Peri kann vierzig Sekunden in der Zeit zurückspringen und die Vergangenheit verändern. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn man für eine staatliche Geheimorganisation arbeitet, die Jagd auf die gefährlichsten Kriminellen der USA macht. Bis Peri eines Tages der Korruption verdächtigt wird und fliehen muss. Plötzlich zur Staatsfeindin Nummer eins geworden, ist sie fest entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen und die Drahtzieher dieser Verschwörung ausfindig zu machen. Doch Peri kann niemandem mehr vertrauen – nicht einmal dem Mann, den sie liebt …

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„Die Zeitagentin: Ein Fall für Peri Reed“ ist ein Roman, der von Kim Harrisson geschrieben und im Heyne-Verlag im April 2016 veröffentlicht wurde.  Der Roman umfasst 640 Seiten.

Es geht um die Zeitagentin Peri Reed, die für die Firma Opti arbeitet und die Gabe besitzt, 40 Sekunden zurück in die Vergangenheit zu springen und damit den Verlauf der Zukunft zu verändern, in dem sie eine zweite, alternative Zeitlinie aufstellt. Opti ist eine Geheimorganisation, die Jagd auf gefährliche Kriminelle macht. An ihrer Seite steht Jack, ihr Anker, der Peri hilft, die beiden Zeitlinien ( Original und Alternativlinie) nun für sich wieder im Gedächtnis zu ordnen. Doch Jack und Peri verbindet mehr, sie sind ein Liebespaar. Bei Peris letztem Auftrag läuft dann leider einiges schief und Peri muss sich plötzlich mit dem Vorwurf der Korruption auseinander setzen, der nicht nur aus der eigenen Firma kommt, sondern auch von der Allianz, einer Organisation, welche die Arbeit der Opti stark verurteilt und die Firma vernichten möchte. Eh Peri weiß, wie ihr geschieht, wird sie nun plötzlich vom Jäger zur Gejagten…….und hat keine Ahnung, wem sie noch trauen kann.

 Mit seinen über 600 Seiten ist der Roman ein Buch, wo ich mir genau überlegt habe, ob ich es im Rahmen einer Leserunde lese oder nicht. Der Klappentext hat es entschieden, denn der Plot klang spannend. Leider konnte das Buch aber meine Erwartungen so nicht erfüllen, was ich sehr schade fand. Die Autorin zieht die Handlung mit immer wiederkehrenden gleichen Situationen derart in die Länge, dass dem Buch locker 200 Seiten weniger gereicht hätten, es dafür aber echt spannender gewesen wäre. Zu Beginn war ich schon ein wenig verwirrt über die Zeitsprünge und Zeitlinien, ich wusste teilweise weder, wo ich in der Handlung war, noch in welcher Zeit Peri Reed gerade agierte. Da brauchte es einige Seiten, bis ich das System dahinter verstanden habe.

Der Plot ist komplex und man muss sich doch arg konzentrieren, um überhaupt folgen zu können. Ein Buch mal eben für zwischendurch ist es also absolut nicht. Dem Leser werden ständig neue Fährten präsentiert, was die korrupten Gegner, bzw. auch korrupten Personen aus den eigenen Reihen angeht. Mir schwirrte der Kopf und ich hatte nicht immer einen Plan, wer aus Peri Reeds Umfeld nun korrupt ist oder nicht. Etwas weniger Verwirrung und mehr klare Struktur wäre hier von Vorteil und fürs Lesen wesentlich entspannender gewesen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Peri ist eine junge, dynamische Frau, die weiß, was sie will, notfalls mit Einsatz verschiedener Kampftechniken. Dafür wurde sie aber auch von klein auf ausgebildet. Neben ihrer Coolness ist sie aber auch eine Frau mit Gefühlen und an denen hält sie auch fest, bis sie erkennen muss, dass sie selbst ihrem Liebsten nicht trauen kann. Die Verzweiflung, die auf dieser Erkenntnis folgte, war spürbar und machte Peri auch irgendwie verletzlich. Man sah sie nicht nur mehr als „Kampfmaschine“.

Die anderen Protagonisten waren ebenfalls gut dargestellt, auch wenn mir vom Handeln her natürlich nicht jeder Charakter sympathisch war. Aber es kann ja auch nicht nur „die Guten“ geben.

Der Schreibstil der Autorin war für mich ein wenig wechselhaft. Immer wieder gab es sehr spannende Szenen, auf denen dann leider gähnende Langeweile folgte. Bei 640 Seiten Buch kann das ganz schön an die Substanz gehen und störte meinen Lesefluss ungemein. Ich war daher ehrlich gesagt froh, als ich das Buch zuklappen konnte.

Die Fortsetzung dieses Romans werde ich wohl daher eher nicht lesen. Schade, dass die Autorin die Handlung so in die Länge gezogen hat, hier wäre weniger mehr gewesen.

Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Plot sehr interessant war und es einfach an der Umsetzung haperte.

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„Schuld bist Du“ – von Jutta Maria Herrmann

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Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426518511
ISBN-13: 978-3426518519
Preis: 9,99€

„Schuld bist du!“ – Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist.

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Als der Politikjournalist Jakob Auerbach von einer beruflichen Vietnamreise nach Berlin zurückkehrt, findet er seine Wohnung leer vor. Weder seine Lebensgefährtin Anna, noch Mia, die gemeinsame Tochter, noch irgendein Möbelstück sind in der gemeinsamen Wohnung zu finden. Zuerst denkt Jakob, es handle sich um ein Missverständnis und er hat sich im Tag geirrt. Denn 2 Tage später will die Familie von der Stadt aufs Land ziehen, wo sie in mühevoller Eigenleistung ein altes Haus mit großem Grundstück saniert haben. Doch auch dort ist seine Familie nicht.

Dafür taucht Tamara auf, eine alte Bekanntschaft und frühere Liebe von Jakob. Auf der Suche nach seiner Familie macht Jakob einige grausame Entdeckungen. Warum findet er plötzlich eine Kinderleiche auf einer Baustelle, neben der eine Geige liegt. Und dann sind da noch mehr Kinderleichen in der Wohnung von seinem besten Freund Lukas. Was hat das alles zu bedeuten? Und warum steht an der Wand von Lukas Wohnung mit Blut geschrieben „Schuld bist DU!“? Wo sind Anna und seine Tochter? Wurden sie entführt? Jakob fürchtet, dass ihn jemand psychisch fertig machen und sein Leben zerstören will. Doch die Wahrheit ist viel schlimmer…..

In einem zweiten Handlungsstrang erleben wir eine Frau am Krankenbett eines Mannes, der wohl im Koma liegt. Man kann nur mutmaßen, um wenn es sich bei dem Patienten handelt. Die Frau bleibt ebenfalls sehr lange eine Unbekannte. Was dieser Mann und die Frau mit Jakob und dem Verschwinden von Anna und Mia zu tun haben, erfährt  der Leser erst sehr spät im Laufe der Handlung.

Jutta Maria Herrmann ist mit diesem Buch ein Psychothriller gelungen, der so verworren, so komplex ist, dass man rätseln kann, wie man möchte. Erst auf den letzten Seiten fügt sich das große Puzzel zu einem Ganzen zusammen. Was ich bei den vielen Fragezeichen während des Lesens gut fand, war, dass dennoch ein roter Faden durch das Buch führte und man da nicht noch verwirrt wurde.

Die beiden Handlungsstränge fließen auf den letzten Seiten zusammen und entwirren die vielen Fragezeichen, die man als Leser unweigerlich bekommt.

Die Autorin schafft es geschickt, viele falsche Fährten zu legen und irgendwann weiß man als Leser gar nicht mehr, was hier Realität ist und was nicht. Dennoch ist Spannung von Beginn an vorhanden. Der Schreibstil ist fesselnd und man merkt die Verzweiflung des Hauptprotagonisten förmlich selbst, denn wie man auch nur denkt, man weiß nun, was passiert ist – Pustekuchen, nichts weiß man.

Das ist einerseits ziemlich frustrierend, andererseits sorgt es für den notwendigen Spannungsaufbau. Das Buch aus der Hand legen fällt dementsprechend schwer.

Das Ende ist überraschend und mit kleinen offenem Ende. Dies störte mich hier aber nicht, denn trotzdem ist es ein runder Abschluss.

„Schuld bist du“ ist dann nicht nur der Titel des Buches, sondern auch das Thema. Wer hat Schuld und wie geht man mit seiner Schuld um? Kann die Schuld so schwer wiegen, dass sie dein ganzes Leben verändert?

Ein rundum gelungener Psychothriller, der nicht nur während des Lesens, sondern auch noch danach so einige Fragen beim Leser hinterlässt.

Das Buch bekommt von mir 5 Lupen und eine Leseempfehlung.

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