„Anders“ von Anita Terpstra

Anders
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373410257X
ISBN-13: 978-3734102578
Preis: 9,99€

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

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Alma Meester lebt glücklich mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern bis ihr Glück jäh zerstört wird, als ihr Sohn Sander von einer Nachtwanderung, welches vom Feriencamp organisiert wird, nicht zurückkehrt. Aber es kommt noch schlimmer. Sanders Freund, mit dem er unterwegs war, wird tot im Wald aufgefunden und der eigene Vater wird verdächtigt, mit dem Mord und dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. 6 Jahre später taucht ein Teenager auf einer deutschen Polizeistation auf und behauptet, der vor Jahren vermisste Sander zu sein. Überglücklich ist die Familie Meester wieder vereint. Doch der Schein trügt und Sanders Mutter beginnt zu zweifeln, ob der wiedergekehrte Sohn wirklich Sander ist. Zudem kommen noch ganz andere Familiengeheimnisse zutage und Alma sieht sich mit einer Vergangenheit konfrontiert, die ein einziger Alptraum ist……

Das Buch „Anders“ wurde von Anita Terpstra geschrieben und von Jörn Pinnow ins Deutsche übersetzt. Es erschien im August 2016 im Blanvalet Taschenbuch Verlag und umfasst 384 Seiten.

Gleich zu Beginn taucht der Leser in die Geschehnisse des Verschwindens von Sander ein und unweigerlich leidet man mit der Mutter von ihm mit. Das Verschwinden des eigenen Kindes ist mit das schlimmste, was Eltern passieren kann. Dementsprechend groß ist da natürlich die Freude, als Jahre später der verschollene Sohn wiederauftaucht. Doch die Freude wird getrübt und der Leser bekommt immer mal ein paar kleine Hinweise, dass es sich vielleicht doch nicht um den Sohn von Alma handeln könnte, denn die Mutter hegt leise Zweifel und beginnt zu recherchieren, was damals wirklich passiert ist in jener Nacht vor 6 Jahren.

Für einen Thriller war mir bei diesem Buch von allem zu wenig vorhanden, was einen guten Thriller ausmacht – zu wenig Spannung, zu wenig Nervenkitzel, zu wenig das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Die Spannung ist eher unterschwellig vorhanden und zeichnet sich vor allem durch die Verhaltensweisen von Sander und die Familiengeheimnisse aus, denen Alma versucht, auf den Grund zu gehen. Mehr Spannung war für mich nicht erkennbar und ich habe das Buch zwischenzeitlich sogar wochenlang nicht angerührt.

Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Sander war sowieso ein unsympathischer Typ, den man schlecht einschätzen konnte. Alma war einfach nur nervig und ich fand es für eine Mutter sehr schlimm, dass sie Sander ein Leben lang bevorzugt hatte und die Tochter Iris immer zweite Geige war. Die tat mir echt leid, weil ihr auch keiner Glauben schenkte und sie echt gelitten hat in ihrer Kindheit. Der Vater kam mit der ganzen Situation überhaupt nicht zurecht war mir neben der Tochter trotzdem noch mit am sympathischsten.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die jeweils aus einer anderen Sichtweise der Protagonisten geschrieben sind. Damit bringt die Autorin zwar Abwechslung ins Geschehen, kann aber meiner Meinung nach keinen Spannungsbogen aufbauen, weil einfach keine rechte Spannung vorhanden ist – von ein paar unerwarteten Wendungen und dem letzten Drittel des Buches abgesehen. Da schafft es Anita Terpstra doch noch, dass ich wissen möchte, wie die Handlung des Buches ausgeht.

Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht, trotzdem hat das Buch an einigen Stellen Längen, die nicht hätten sein müssen. Das Ende ist schlüssig und es bleiben keine Fragen offen.

Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen, für einen Thriller hatte ich einfach mehr erwartet. Das Buch bekommt daher leider nur 2 Sterne von mir, weil ich wohl abgebrochen hätte, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre.

2Lupen

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„Gottes rechte Hand“ – von Rhena Weiss

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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485789
ISBN-13: 978-3442485789
Preis: 9,99

Wien: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Männer auf höchst brutale Weise getötet. Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA tappen zunächst im Dunkeln. Doch dann begreifen sie, dass der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen hat. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie, denn es gehen noch mehr Tote auf das Konto des Täters. Bald weiß Michaela nicht mehr, wem sie trauen kann, denn alle Fäden scheinen bei Bernd Dalisch, dem neuen Kriminalpsychologen des LKA, zusammenzulaufen. Um den Killer zu finden, muss Michaela ihre Prinzipien über Bord werfen und sogar den verurteilten Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten …

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Michaela Baltzer arbeitet beim Landeskriminalamt in Wien und muss mit ihrem Team die grausamen Morde zweier Männer aufklären. Auf dem ersten Blick haben die Morde nichts miteinander gemein, doch schnell merken sie, dass der Mörder sich seine Opfer nicht willkürlich aussucht, sondern sogenannte Gottesurteile vollzieht. Im Laufe der Ermittlungen findet Michaela heraus, dass nicht nur diese beiden Toten auf das Konto von „Gottes rechter Hand“ gehen, sondern noch einige mehr und irgendwie auch ihr Kollege und guter Freund Bernd Dalisch in diese Morde involviert ist. Michaela weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann und sie muss zu Mitteln greifen bei den Ermittlungen, die ihr überhaupt nicht gefallen, denn die Zeit arbeitet gegen sie……

Rhena Weiss ist mit dem Buch „Gottes rechte Hand“ ein spannender Thriller gelungen, den man nur schwer aus der Hand legen möchte. Das Buch ist der Folgeband von „Das Böse in euch“. Ich kenne den Vorgängerband nicht und denke, man kann die Bücher gut getrennt lesen. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl gehabt, dass mir wichtige Informationen aus dem ersten Band fehlen, weil diese gekonnt in die Handlung dieses Buches von der Autorin eingeflochten werden. Für die Entwicklung der Hauptprotagonisten empfehle ich aber dennoch, beide Bände in logischer Reihenfolge zu lesen.

Die Hauptprotagonisten sind von Rhena Weiss sehr authentisch ausgearbeitet worden und waren mir auch sehr sympathisch. Michaela ist eine Frau, die ihren Job sehr ernst nimmt und sich bestens auskennt in ihrem Beruf. Leider trifft das für ihr Privatleben und ihre Beziehungen zu Männern weniger zu. Da weiß sie nicht wirklich was sie will bzw. ihr Herz weiß es sehr wohl, aber der Verstand sagt etwas anderes. Michaela sollte da mal mehr auf Herz und Bauch hören. Bernd ist Kriminalpsychologe am LKA Wien und seinen Spürsinn, wann Menschen lügen oder die Wahrheit sagen, fand ich sehr interessant. Er ist sich im Gegensatz zu Michaela auch sehr sicher, wie und mit wem er sich sein Leben vorstellt. Nur an der Umsetzung hapert es leider. Mit seiner liebevollen Art hatte er alle Sympathiepunkte auf seiner Seite.

Dann wäre da noch Valerie, die Nichte von Michaela. Sie ist der typische Teenager, der nicht genau weiß, welche berufliche Laufbahn er einschlagen soll in seinem Leben. Pianistin oder Polizistin? Am Ende entscheidet sie sich dennoch richtig. Für ihr Alter fand ich Valerie schon sehr reif. Keine Partys oder ein Freund nach dem anderen, nein, sie macht sich ernsthaft Gedanken um ihre Zukunft und hilft Michaela, wo sie kann und es ihr möglich ist. Großartige Diskrepanzen oder Streitereien gibt es bei ihr nicht….ein Teenager, wie ihn sich wohl viele Eltern wünschen.

Das Buch ist von Beginn an spannend. Der Prolog schon hat es in sich und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Obwohl ich relativ früh einen Verdacht den Mörder betreffend hatte, schafft es die Autorin dennoch gekonnt, mich an die Handlung zu fesseln. Nicht zuletzt wegen dem guten Spagat, was Tätersuche und Privatleben von Michale Baltzer betrifft, mit dem Rhena Weiss die Seiten des Buches füllt. Am Ende erwartet den Leser ein Showdown, der zwar vorauszusehen war, aber trotzdem spannend zu lesen ist und meine Erwartungen erfüllt hat. Dem Leser bleiben keine Fragen offen und Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung der Reihe.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass aus verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten geschrieben wurde. Besonders die „rechte Hand Gottes“ fand ich hier gelungen und gab einen guten Einblick in die Psyche des Täters.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich gebe gern verdiente 5 Lupen.

5Lupen

 

„Nummer 25“ – von Frank Kodiak

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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426520095
ISBN-13: 978-3426520093
Preis: 9,99€

Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

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Der erfolgreiche Schriftsteller Andreas Zordan ist ein absoluter Einzelgänger und bezeichnet sich selbst als Psychopath. Er lebt in einem ehemaligen Forsthaus im Wald und meidet Menschen wie Katzen das Wasser. Zurückgezogen schreibt er Thriller, die auf den Bestsellerlisten landen und ziemlich abgefahren sind, was Tötungstmethoden angeht. Aber dafür lieben ihn seine Fans. Allerdings findet einer von ihnen wohl besonders Gefallen an Zordan, denn eines morgens findet dieser eine übel zugerichtete Mädchenleiche in seinem Garten. Statt aber die Polizei zu informieren, begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Ihm zur Seite steht die junge, aber noch unerfahrene Journalistin Greta Weiß, die von Zordan unbedingt ein Interview möchte, um in ihrer Kariere schnell voran zu kommen. Doch Greta muss schnell erkennen, dass Zordan ein gefährlicher und nicht zu unterschätzender Mensch ist und sie stellt sich die Frage, inwieweit sie ihm überhaupt glauben und vertrauen kann.

Hinter dem Pseudonym Frank Kodiak versteckt sich kein geringerer Autor als Andreas Winkelmann – der schon zahlreiche Thriller erfolgreich veröffentlicht hat und bei Fans des Thriller-Genre kein Unbekannter ist. Dementsprechend freute ich mich auf dieses Buch. Auf fast 400 Seiten erwartet den Leser Spannung, Nervenkitzel, unerwartete Wendungen, falsche Fährten, ein mitreißender Plot und ein Ende, das es in sich hat und den Leser doch ein klein wenig verblüfft.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, mit Zordan kann man sich als Leser eh nicht wirklich anfreunden, weil er ein von sich selbst überzeugter, arroganter Mensch ist, dem die Meinung anderer herzlich egal ist. Trotzdem passte genau das zu seinem Charakter. Fragt sich, wieviel Frank Kodiak in Andreas Zordan steckt?

Greta Weiß ist eine Frau, die zwar weiß, was sie will, dabei aber doch noch unerfahren und etwas naiv ist. Manche ihrer Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Leider fand ich, dass die Spannung in der Mitte des Buches ein wenig nachließ. Normalerweise lese ich Thriller in einem Rutsch durch, hier lag das Buch auch mal ein paar Tage im Regal. Die Kurve hat Frank Kodiak aber dann doch wiederbekommen, was Spannung angeht und gegen Ende des Buches konnte ich es dann auch nicht mehr aus der Hand legen.

Für einen Pageturner hat „Nummer 25 “ nicht ganz gereicht, ich vergebe deshalb 4 von 5 Lupen.

4Lupen

 

„Todesspiegel“ – von Florian Gerlach

 

Todesspiegel
Taschenbuch: 228 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (3. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 154710872X
ISBN-13: 978-1547108725
Preis: 9,99€

Anna glaubt mit David endlich die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Wenige Tagen nach seinem plötzlichen Verschwinden wird sie von einem maskierten Mann bedroht. Nach dem Überfall verschanzt sie sich in ihrer Wohnung. Aber dort ist sie dem Serienkiller hilflos ausgeliefert! Hat David sich ihr Vertrauen erschlichen? Ist er der Mann hinter der Ledermaske?

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Anna ist eine junge Frau, die zwar beruflich mit beiden Beinen im Leben steht, aber den Mann an ihrer Seite noch nicht wirklich gefunden hat. Auf einer Party lernt sie einen fremden Mann kennen, der sie in ihren Bann zieht. Doch dieser hat nichts Gutes im Sinn und Anna wird in letzter Minute von ihrem Nachbarn David, den sie bis dato gar nicht kannte, gerettet. Zwischen Anna und David beginnt es heftig zu knistern, doch ehe sich daraus eine Beziehung entwickeln kann, verschwindet David spurlos. Und der Mann von der Party ist immer noch hinter Anna her………

„Todesspiegel“ von Florian Gerlach ist ein Thriller mit etwas über 200 Seiten. Die Kapitel sind ziemlich kurz gehalten, so dass man als Leser gut vorankommt. Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. Ich empfand das Buch jetzt nicht als den Pageturner, aber irgendwie zog es mich doch in seinen Bann. Die Story ist so neu nicht, allerdings fand ich es schon sehr beklemmend und gruselig, wie ein einzelner Mensch dein komplettes Leben auf den Kopf stellen kann und du dem ganzen einfach nur hilflos ausgeliefert bist und nicht einmal deine eigene Wohnung dir mehr Sicherheit bieten kann.

Anna ist als Protagonistin für meine Begriffe ein wenig sehr naiv dargestellt. Wenn man einer Vergewaltigung nur knapp entgangen ist, führt einen doch der erste Weg zur Polizei, oder? Ihr Kopfkino, wie die Richter bei einer versuchten Vergewaltigung reagieren würden, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch in anderen Szenen ist ihr Tun und Handeln einfach nur naiv und kindisch und ließ mich manches Mal an ihrer Intelligenz zweifeln.

Auch die anderen Protagonisten sind nicht wirklich tiefgründig dargestellt. Da spielt eine Ehefrau dilletantisch Sherlock Holmes, obwohl sie Verantwortung für ein Kind hat und gerät dadurch in Lebensgefahr.

David, der Nachbar, ist mehr darauf bedacht, sein Vermögen geheim zu halten, weil er denkt, die Frauen seien nur hinter diesem her und riskiert dadurch seine Beziehung zu Anna.

Einzig Ben, der durchgeknallte Psychopath, war so dargestellt, wie man es sich wünscht. Gerissen, eiskalt, ohne Skrupel, von sich selbst überzeugt und das Böse in Person schlechthin.

Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Auch wenn vieles in der Handlung vorhersehbar war, wollte man als Leser doch wissen, wie es weitergeht. Am Ende gab es dann einen großen Showdown, der schon ein wenig „to much“ war für mich. Der Schluss blieb leider offen, was ich hier sehr schade fand.

Nichtdestotrotz fand ich das Buch unterhaltsam, eine tiefgründige Lektüre sollte man aber nicht erwarten.

3Lupen

 

 

 

 

 

„Sag kein Wort“ – von Raphael Montes

Sag kein Wort

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Limes Verlag (26. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026786
ISBN-13: 978-3809026785
Preis: 19,99€

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen

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Téo ist ein junger Mann, der seine Zeit lieber im Anatomiesaal verbringt als sich mit Freunden zu treffen. Letztere hat er nämlich nicht. Zuhause wartet seine behinderte Mutter auf ihn, die ihn ständig drängelt, endlich eine Freundin mit nach Hause zu bringen. Auf einer Party lernt er die junge, aufmüpfige Clarice kennen, die er von da an auf Schritt und Tritt verfolgt, bis er sie schließlich in seine Gewalt bringt. Er ist felsenfest davon überzeugt, in ihr die Frau fürs Leben gefunden zu haben und will sie um keinen Preis der Welt wieder gehen lassen. Eine Flucht über Tausende Kilometer beginnt und für Clarice scheint es kein Entkommen zu geben.

Raphael Montes ist mit dem Buch“ Sag kein Wort“ ein spannender Thriller gelungen, der einen nicht wirklich loslässt. In wenigen Tagen hatte ich die 320 Seiten gelesen. Schon nach einigen Kapiteln erkennt der Leser, das Téo ein schräger Vogel ist, bei dem wohl einiges schief gelaufen ist in der Kindheit. Jedenfalls hat er ein psychisches Problem und ist nicht wirklich zu normalen sozialen Kontakten fähig. Er agiert übertrieben maßlos und ihm ist jedes Mittel recht, um Clarice nicht zu verlieren. Hier hat der Autor einen Protagonisten erschaffen, der an einen Psychopathen erinnert und dem man weder tagsüber, noch nachts begegnen möchte, weil er einfach unberechenbar ist.

Doch auch Clarice ist eine Protagonistin, die man nicht unterschätzen sollte. Sie ist eigenwillig, extrovertiert und weiß genau, was sie will oder eben auch nicht. Das versucht sie auch Téo klar zu machen, denn als Freund kommt er überhaupt nicht in Frage für sie. Doch Téo ignoriert, dass Clarice kein Interesse an einer Beziehung hat. Clarice muss sich also etwas einfallen lassen, um Téo los zu werden, nur leider funktioniert das nicht wirklich und ehe sie sich versieht, befindet sie sich in seiner Gewalt.

Dem Leser wird im Buch eine unterschwellige gruselige Atmosphäre präsentiert, weil man nicht weiß, was als nächstes passiert und die unerwarteten Wendungen im Buch sorgen dann erst richtig für Gänsehautfeeling. Zart besaitet sollte man als Leser auch nicht unbedingt sein, der Autor spart nicht mit Gewalt bei einigen Szenen. Auch das Ende hat mich ehrlich gesagt überrascht, ich habe mit dem Ausgang des Buches nicht gerechnet, wenn man auch eine Ahnung hatte. Das Ende übertraf dann aber meine Vorstellungskraft und ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich damit zufrieden bin oder nicht. Aber lest selbst.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass man immer nur noch schnell eines lesen möchte, bevor man das Buch wieder zur Seite legen muss, weil das Real Life einen fordert.

Ein wenig Ähnlichkeit hat das Buch mit einem Werk von Stephen King, aber das hat mich beim Lesen überhaupt nicht gestört.

Das Cover finde ich auch sehr gelungen in seiner Aufmachung. Insgesamt ist Raphael Montes hier ein spannender Thriller gelungen, der den Leser in seinen Bann zieht und von mir eine Leseempfehlung bekommt.

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Mittendrin Mittwoch

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Diese Aktion habe ich bei Babsi auf ihrem Blog Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie entdeckt und möchte mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

Ursprünglich wurde sie von ellizy91 von  READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Es geht bei dieser Aktion um Zeilen oder kleine Abschnitte aus dem Buch/ den Büchern, in denen man gerade liest.

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Die Schubkarre im Schuppen hatte einen Platten, er musste den Reifen erst aufpumpen.  Dann kehrte er damit an den Baum zurück. Die Leiche hing unverändert dort. Um die durchstoßenen Augenhöhlen hatten sich Schmeißfliegen niedergelassen. Andreas spürte ein unangenehmes Ziehen im Magen, als er erneut auf die Leiter stieg, den Bolzenschneider ansetzte und die Ketten durchtrennte. Die Leiche fiel zu Boden.

„Nummer 25“ von Frank Kodiak
( Seite 57/387 )
Rezensionsexemplar von Literaturschock.de

In welchem Buch steckt ihr gerade und wie sehen eure nächsten Zeilen aus?

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„Weißes Gold – im Sog der Gier“ – von Ute Bareiss

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Taschenbuch: 580 Seiten
Verlag: Kieselsteiner; Auflage: 1 (11. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 394531397X
ISBN-13: 978-3945313978
Preis: 11,90€

Weisses Gold: Im Sog der Gier! Ein Alex-Martin-Thriller (Band 2). Der Schwarzmarkt für Elfenbein boomt! Meeresbiologe Alex Martin stößt bei seiner Arbeit für die Naturschutzbehörde in Thailand auf Schmuggler. Dadurch gerät er ins Fadenkreuz einer mächtigen Organisation. Mit seinem Freund, dem thailändischen Ermittler Jaidee, begibt sich Alex auf die Spur des weißen Goldes. Sie führt von den afrikanischen Savannen durch das Rotlicht-Milieu Phukets bis in die obersten chinesischen Geschäftsetagen. Immer tiefer dringen Alex und Jaidee in den Sumpf des organisierten Verbrechens vor. Dabei machen sie eine grausame Entdeckung.

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Das Buch „Weißes Gold- im Sog der Gier“ ist der Folgeband einer Thrillerreihe um den Meeresbiologen Dr. Alex Martin. Das Buch wurde von Ute Bareiss geschrieben und erschien im Kieselsteiner Verlag. Den Vorgängerband „Roter Ozean – im Fahrwasser der Macht“ muss man nicht zwingend vorher gelesen haben, es empfiehlt sich jedoch, weil er erstens genauso spannend ist wie dieses Buch und zweitens man so die persönliche Entwicklung von Alex Martin gut verfolgen kann.

Diesmal führt es Alex Martin beruflich nach Thailand. Die Familie seines Freundes Jaidee wird bedroht und beide begeben sich gemeinsam auf Ermittlerjagd nach einem verschwundenen Detektiv. Dabei kommen sie nicht nur skrupellosen Machenschaften mit Elfenbeinhandel auf die Spur, sondern auch viel schlimmeren Verbrechen, welche sie in das Rotlichtmilieu Phukets führen. Niemandem können sie mehr trauen und sie sind ständig in Lebensgefahr.

Mit dem Buch „Weißes Gold – im Sog der Gier“ ist Ute Bareiss ein mitreisender Folgeband gelungen, der den Leser nach Thailand und Afrika entführt. Hier zeigte sich, wie schon in Band 1, die hervorragende Recherche der Autorin zum Buch, was die Handlungsorte angeht. Lebendig und sehr anschaulich für den Leser sind die Handlungsorte beschrieben, man fühlt sich quasi mitten ins Geschehen hineinversetzt und spürt die Atmosphäre durch die plastischen Beschreibungen der Autorin, die die verschiedenen Handlungsorte umgibt.

Eingebettet in einen spannenden, mitreißenden Plot, hat sich Ute Bareiss im Buch mit gleich zwei sehr aktuellen und brisanten Themen auseinandergesetzt – illegaler Handel mit Elfenbein und Mädchenhandel. Dabei gelingt es ihr, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und der flüssige Schreibstil der Autorin lässt die über 500 Seiten nur so dahinfliegen. Auch der Hauptprotagonist Alex Martin begegnet dem Leser wieder überaus authentisch beschrieben und meine Sympathiepunkte für ihn sind weiter gestiegen. Da freu ich mich doch schon auf die Fortsetzung, die im Herbst 2017 erscheint.

Auch für den 2. Band der Dr. Alex Martin Reihe kann ich nur verdiente 5 Lupen vergeben.

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