„Sag kein Wort“ – von Raphael Montes

Sag kein Wort

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Limes Verlag (26. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026786
ISBN-13: 978-3809026785
Preis: 19,99€

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen

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Téo ist ein junger Mann, der seine Zeit lieber im Anatomiesaal verbringt als sich mit Freunden zu treffen. Letztere hat er nämlich nicht. Zuhause wartet seine behinderte Mutter auf ihn, die ihn ständig drängelt, endlich eine Freundin mit nach Hause zu bringen. Auf einer Party lernt er die junge, aufmüpfige Clarice kennen, die er von da an auf Schritt und Tritt verfolgt, bis er sie schließlich in seine Gewalt bringt. Er ist felsenfest davon überzeugt, in ihr die Frau fürs Leben gefunden zu haben und will sie um keinen Preis der Welt wieder gehen lassen. Eine Flucht über Tausende Kilometer beginnt und für Clarice scheint es kein Entkommen zu geben.

Raphael Montes ist mit dem Buch“ Sag kein Wort“ ein spannender Thriller gelungen, der einen nicht wirklich loslässt. In wenigen Tagen hatte ich die 320 Seiten gelesen. Schon nach einigen Kapiteln erkennt der Leser, das Téo ein schräger Vogel ist, bei dem wohl einiges schief gelaufen ist in der Kindheit. Jedenfalls hat er ein psychisches Problem und ist nicht wirklich zu normalen sozialen Kontakten fähig. Er agiert übertrieben maßlos und ihm ist jedes Mittel recht, um Clarice nicht zu verlieren. Hier hat der Autor einen Protagonisten erschaffen, der an einen Psychopathen erinnert und dem man weder tagsüber, noch nachts begegnen möchte, weil er einfach unberechenbar ist.

Doch auch Clarice ist eine Protagonistin, die man nicht unterschätzen sollte. Sie ist eigenwillig, extrovertiert und weiß genau, was sie will oder eben auch nicht. Das versucht sie auch Téo klar zu machen, denn als Freund kommt er überhaupt nicht in Frage für sie. Doch Téo ignoriert, dass Clarice kein Interesse an einer Beziehung hat. Clarice muss sich also etwas einfallen lassen, um Téo los zu werden, nur leider funktioniert das nicht wirklich und ehe sie sich versieht, befindet sie sich in seiner Gewalt.

Dem Leser wird im Buch eine unterschwellige gruselige Atmosphäre präsentiert, weil man nicht weiß, was als nächstes passiert und die unerwarteten Wendungen im Buch sorgen dann erst richtig für Gänsehautfeeling. Zart besaitet sollte man als Leser auch nicht unbedingt sein, der Autor spart nicht mit Gewalt bei einigen Szenen. Auch das Ende hat mich ehrlich gesagt überrascht, ich habe mit dem Ausgang des Buches nicht gerechnet, wenn man auch eine Ahnung hatte. Das Ende übertraf dann aber meine Vorstellungskraft und ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich damit zufrieden bin oder nicht. Aber lest selbst.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass man immer nur noch schnell eines lesen möchte, bevor man das Buch wieder zur Seite legen muss, weil das Real Life einen fordert.

Ein wenig Ähnlichkeit hat das Buch mit einem Werk von Stephen King, aber das hat mich beim Lesen überhaupt nicht gestört.

Das Cover finde ich auch sehr gelungen in seiner Aufmachung. Insgesamt ist Raphael Montes hier ein spannender Thriller gelungen, der den Leser in seinen Bann zieht und von mir eine Leseempfehlung bekommt.

5Lupen

 

 

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