(Rezension) “ Das weiße Haus“ – von Wolfgang Müller

Herausgeber ‏ : ‎ btb Verlag; Originalausgabe Edition (9. August 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 288 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 344271950X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442719501
Preis: 12,00€

Wer zieht im Hintergrund die Fäden?

Bei der Recherche über neue Architektenhäuser begegnet Elisabeth Winterscheidt einem gleichermaßen dubiosen wie glamourösen Schönheitschirurgen und seinem Weißen Haus am Stadtrand von Berlin. Eine unmögliche Liebe beginnt, für die sie bald bereit zu sein scheint, ihre bürgerliche Existenz mit Mann und Tochter zu opfern. Zu spät erkennt sie, dass ihre Begegnung nicht so schicksalshaft ist, wie sie geglaubt hat. Wer zieht im Hintergrund die Fäden? Und was ist das Geheimnis des Weißen Hauses? ( Quelle: Amazon )

Elisabeth und Anton sind ein Paar, wie es Millionen hinter deutschen Vorhängen gibt. Die Beziehung ist eingeschlafen, man lebt WG- mäßig nebeneinander und jeder ist unzufrieden mit sich und seiner Situation. Aber man hält es eben aus. Einzig ein gemeinsames Hobby haben beide, sie interessieren sich für die Architektur und Elisabeth schreibt gerade an einem Buch über interessante architektonische Häuser in und um Berlin. Anton arbeitet als Steuerfander bei der Finanzverwaltung und ist eine wertvolle Hilfe für das Buchprojekt seiner Frau. Beide machen bei der Besichtigung eines Hauses für das Buch Bekanntschaft mit dessen Besitzer- dem Schönheitschirurgen Hanif Amid, der aus Ägypten stammt. Diese Begegnung ist schicksalshaft für alle Beteiligten, denn Hanif ist, obwohl verheiratet, fasziniert von Elisabeth und fordert sie in einer knappen SMS zu einem Treffen auf…….und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Das Buch „ Das weiße Haus“ stammt aus der Feder von Wolfgang Mueller und erschien im August 2021 im btb Verlag. Der Autor schrieb schon einige andere Bücher, allerdings wurden diese unter dem Pseudonym Oscar Heym veröffentlicht. Für mich war es das erste Buch des Autors.

In das Buch hineinzufinden fiel mir zu Beginn etwas schwer muss ich gestehen. Vielleicht hatte ich auch ganz andere Erwartungen, was die Geschichte des Buches betraf – ich weiß es im Nachhinein gar nicht mehr so genau. Erst nach ungefähr 100 Seiten begann die die Geschichte für mich  interessant zu werden. Für ein Buch von nur knapp 280 Seiten Länge allerdings nicht akzeptabel.

Die Handlung ist meist aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Elisabeth geschrieben. Dafür, dass der Autor ein Mann ist, fand ich die Figur der Elisabeth gut gelungen, wenn ich sie auch an manchen Stellen gern mal ob ihrer Naivität geschüttelt hätte, damit sie aufwacht.  Allerdings gibt es im realen Leben noch genügend Frauen, die sich ebenso leicht und naiv um den Finger wickeln lassen wie im Buch, erst recht, wenn die Basis dafür stimmt – mit dem eigenen Leben unzufrieden zu sein.

Jedoch muss ich sagen, dass es keine der Protagonisten geschafft hat, dass ich Sympathie für einen von ihnen entwickeln konnte. Weder das hässliche Entlein Leila, die sich in einen von ihrem Ehemann chirurgisch operierten schönen Schwan verwandelte  noch Anton, der Steuerfahnder und Lebensgefährte von Elisabeth, dessen Name herrlich zu ihm gepasst hat, konnten mich begeistern, was die Sympathie betraf. Das lag aber eher am jeweiligen Charakter der Figur, denn gut ausgearbeitet waren sie vom Autor. Keine war blass beschrieben oder übertrieben unrealistisch dargestellt.

Das Buch ist in Kapitel unterschiedlicher Länge aufgeteilt, die jeweils eine Überschrift haben. Zum Lesen fand ich das sehr angenehm, so konnte man es auch mal nach einem langen Kapitel zur Seite legen. Leider war das Buch für mich in Summe nicht so fesselnd, dass ich es nicht nicht aus der Hand legen konnte. Diesem Umstand waren auch die ersten Seiten geschuldet, mit denen ich mich schwer getan habe.  

Der Schreibstil des Autors ist dennoch flüssig und angenehm zu lesen.

Das Ende des Buches war für mich überraschend, aber in der Gesamtheit der Handlung stimmig.

Als Resümee kann ich sagen, dass mich das Buch zwar unterhalten hat, ich aber Startschwierigkeiten hatte und mir mehr Spannung gewünscht hätte.

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