„Zeilengötter – Bis dass der Tod uns scheidet“ – von Astrid Korten

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  • Taschenbuch: 270 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (7. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1540428923
  • ISBN-13: 978-1540428929
  • Preis: 9,90€
Der Thriller beruht auf einer wahren Begebenheit. Sie sind Poeten. Sie lieben das Böse zwischen den Zeilen. Malin Remy ist eine gefeierte Autorin. Neun Jahre nach der Trennung von ihrem Ex-Mann, dem Schriftsteller Adrian Bartósz und auf dem Gipfel ihres Erfolgs, kommt für Malin der Tag der Abrechnung. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Vergangenheit abzuwerfen, liest Malin in Paris aus ihrem soeben erschienenen autobiografischen Roman „Ehe“. Adrian, der schon immer mit Neid und Missgunst auf das literarische Können seiner Frau reagiert hat, ist unter den Zuhörern. Die Lesung hat verheerende Folgen … Ein atemberaubender Psychothriller, über die Poesie des Bösen, den Wahn und verborgene Leidenschaften, der auf einer wahren Begebenheit beruht.
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„Bis dass der Tod euch scheidet“- wer kennt dieses Sprichwort nicht? Aber wenn WIR dabei denken, dass wir für unseren Partner bis zum Tod alles tun und wir für ihn da sind, bekommt dieses Sprichwort in Astrid Kortens Buch „Zeilengötter- bis dass der Tod uns scheidet“ eine ganz andere Bedeutung. Hier geht es zwar auch um ein Ehepaar, nur versucht ein Part davon, dass Sprichwort sehr schnell in die Realität umsetzen zu wollen. Schon dieser Umstand versprach, eine gute Story zu werden. Und als ich dann noch wusste, dass dieses Buch nicht ganz der Fantasie der Autorin entsprungen ist, sondern sich tatsächlich so ereignet hat, bekam ich mehr als einmal beim Lesen eine Gänsehaut.  Aber um was geht es in dem Buch überhaupt?

Es geht um die junge Malin, eine erfolgreiche Autorin. Sie ist in 2. Ehe glücklich verheiratet und hat 2 Kinder. Doch Malin war nicht immer die selbstbewusste taffe Frau, die sie heute ist. In ihrer ersten Ehe mit Adrian, ebenfalls ein Schriftsteller – allerdings ziemlich erfolglos –  war sie ein Mauerblümchen, welches keine Entscheidung alleine getroffen hat. Adrian kontrollierte ihr Leben in jeder erdenklichen Situation, er entschied einfach alles und schreckte in seinem Tun und Handeln auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück. Doch Malin konnte dem entfliehen. Aber Adrian vergaß nichts und so kam es, dass beide sich auf einer Lesung von Malin in Frankreich wiedersahen – allerdings spielte der Zufall hier keine Rolle.

Mehr verrate ich an dieser Stelle mal nicht vom Buch – lest es, ihr werdet nicht enttäuscht ein. Astrid Korten ist ein Psychothriller gelungen, wie man ihn selten in der Hand halten darf. Düster, mit einer Gefahr, die ständig präsent, aber nicht greifbar ist, schafft sie es, den Leser schon nach wenigen Seiten zu fesseln – und zwar bis zum Schluss des Buches.  Selbst die Anmerkung am Ende des Buches war für mich spannend, in der Regel überlese ich die letzten Zeilen des Autors gern. Aber hier wurde das Thema des Buches, die häusliche Gewalt in physischer und psychischer Form, von Astrid Korten noch einmal aufgegriffen und ich bin mir sicher, die Autorin hat intensiv für dieses Buch recherchiert.

Die Handlung ist von Beginn an spannend geschrieben, das Buch weg zu legen, fällt einfach nur schwer. Auf 270 Seiten schafft es Astrid Korten, ihre Leser konstant mitfiebern zu lassen. Zu keiner Zeit hatte ich beim Lesen das Gefühl, es wird langatmig oder man hätte dies oder das besser weglassen können. Die Handlung ist durchweg schlüssig und stimmig gewesen.

Die Figuren der Handlung sind exzellent beschrieben und dargestellt. Adrian mit seiner kranken Psyche, anders kann ich es nicht bezeichnen, war ein absolut interessanter Protagonist. Ich wollte gar nicht daran denken, dass es diesen finsteren und miesen Typen wirklich gegeben hat. Aber wahrscheinlich gibt es ihn nicht nur dieses eine Mal in der Realität zu den Recherchen dieses Buches, sondern öfters hinter deutschen Fenstern als uns lieb ist.

Mit Malin hatte ich zu Beginn ein paar Probleme. Sie schien so naiv und gutgläubig, dass ich sie hätte schütteln wollen damit sie aufwacht, weil sie so leicht auf Adrian hereingefallen ist. Zum Glück hat sie sich in ihrem Charakter noch entwickelt und wurde die selbstbewusste Frau, die sie hätte von Beginn an sein sollen – es wäre ihr viel Leid erspart geblieben.

Neben Malin und Adrian gab es noch einige andere Protagonisten. Im Gedächtnis geblieben ist mir Malins 2. Ehemann, einfach, weil er so unendlich geduldig war und Malin mit all ihren Fehlern und Macken ertragen hat. Für mich war das nicht immer nachvollziehbar.

Ich kenne ja nun schon mehr als dieses eine Buch von Astrid Korten, aber ich muss sagen, für mich war das bisher ihr bestes Werk. Ein Psychothriller, der mich restlos begeistert hat und noch einige Tage in meinem Kopf herumgeisterte.

Das Buch bekommt daher absolut verdiente 5 Lupen.

5Lupen

 

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