[Blogtour] „Tödliche Verdächtigungen“ von Silvia Stolzenburg -Tag 4

HERZLICH WILLKOMMEN

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…zum 4. Tag der Blogtour zum Buch „Tödliche Verdächtigungen“ von Silvia Stolzenburg. Gestern konntet ihr bei Stefanie etwas zum Thema „Vater-Tochter-Beziehung“ lesen und morgen geht es dann bei Steffi weiter mit der Blogtour. Sie schaut ein wenig hinter die Kulissen der JVA – ihr dürft gespannt sein.

Den ganzen Blogtourfahrplan findet ihr hier noch einmal zusammengefasst:

Tag 1  Reihenvorstellung bei Tine
Tag 2 Nadja stellt euch die Hauptprotagonistin Anna Benz näher vor
Tag 3 um das Thema „Vater-Tochter- Beziehung“ geht es bei Stefanie
Tag 4 „Bipolare Störung“ ist mein Thema hier auf dem Blog
Tag 5 Stefanie blockt für euch hinter die Kulissen der JVA
Tag 6  zum Thema „ermitteln auf eigene Faust“ kann euch Steffy etwas erzählen
Tag 7 Ein Autoreninterview hat Babs für euch
Tag 8 Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

Mein Thema ist BIPOLARE STÖRUNGEN…..seid ihr bereit?

Eine der Hauptrotagonisten im Buch „Tödliche Verdächtigungen“ von Silvia Stolzenburg hat eine bipolare Störung. Wer das jetzt ist, verrate ich euch an dieser Stelle aber nicht, lest das Buch doch einfach selbst.

Doch was ist eine bipolare Störung eigentlich? Eine bipolare Störung  ist eine chronisch verlaufende psychische Erkrankung, die durch manische und depressive Stimmungsschwankungen charakterisiert ist. Da wären jetzt schon die nächsten 2 Begriffe, die man näher anschauen müsste. Manische und depressive Stimmungsschwankungen könnten man am besten mit  “ Himmelhochjauchzend-zu Tode betrübt“ umschreiben. Die betroffene Person hat also Phasen, in denen es ihr auffällig übermäßig psychisch gut geht, die von einer Phase abgelöst wird, in der diese Person eher gestern als heute sterben möchte und es ihr psychisch absolut schlecht  geht vom Befinden her. Man ist also phasenweise einerseits hochaktiv, euphorisch oder gereizt und wechselt dann in eine Phase, in der man betrübt und depressiv ist mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Traurigkeit. Diese Stimmungsschwankungen treten episodisch und unabhängig von der momentanen Lebenssituation auf.

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Spricht der Facharzt nun von Stimmungsschwankungen ohne schwerwiegende Folgen für den Betroffenen und seine Umgebung, nennt dieser das „Zyklomethie“. Sind diese Phasen jedoch schwerer  ausgeprägt, die Phasen zwischen Manie und Depression sind länger ausgeprägt und haben Folgen für den Betroffenen, dann spricht der Fachmann von einer manisch-          depressiven Erkrankung – einer bipolaren Störung.

Man schätzt, dass etwas 1% bis 3% der Bevölkerung betroffen sind und Frauen und Männer diesbezüglich gleichermaßen. Die Krankheit erleben viele Patienten das erste mal um das 18. Lebensjahr herum, diagnostiziert wird sie jedoch meist erst später. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, allerdings hat man festgestellt, das erbliche Veranlagung sowie äußere belastende Ereignisse ein Rolle hierbei spielen. question-mark-1019759_960_720

Welche Anzeichen gibt es für diese Erkrankung? Die Diagnose lässt sich meist erst im Verlauf stellen, wenn man beide Phasen – also Manie und Depression- bei einem Betroffenen erlebt hat, denn kein Mensch ist normalerweise innerhalb kurzer Zeit in einem absolutem Stimmungshoch mit weniger als 4-5 Stunden Schlaf gefolgt von einer Antriebslosigkeit und traurigen Phase, in der man absolut nicht in die Gänge kommt wie man so schön sagt. Bipolare Erkrankungen können allerdings sehr individuell sein in der Form und Verlauf. Auch Mischzustände können auftreten, bei denen es sowohl Symptome der Manie als auch der Depression gibt.

Symptome einer maischen Phase können sein: Stimmungshoch oder gereizte Stimmung, Beschleunigung von Denken, Sprache, Motorik und Handeln, Impulsivität, vermehrtes Risikoverhalten, Kontaktfreudigkeit, vermindertes Schlafbedürfnis, Energieüberschuss oder Beschäftigungsdrang.

Dagegen stehen die Symptome einer Depression, die sich wie folgt äußern können: niedergedrückte Stimmung, Rückzugsverhalten, gesteigertes Schlafbedürfnis, Ängste, Pessimismus, Selbstzweifel, Schuldgefühle, Selbstmordgedanken, Antriebsmangel, Energielosigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen.

Welche Auswirkung hat diese Erkrankung  auf den Betroffenen und seine Umwelt?Bipolare Erkrankungen verringern die Lebensqualität des Betroffenen. Hinzu kommt eine erhöhte Selbstmordgefährdung und ein verstärktes Suchtrisiko. Man muss auch ganz klar sagen ,dass die Betroffenen einfach krank sind und für diese Erkrankung nichts können. Trotzdem wird gerade eine solche psychische Erkrankung in der Umwelt der Betroffenen nur schwer akzeptiert und es kommt zum Rückzug des Freundeskreises, zu Partnerschaftskonflikten bis hin zur Trennung sowie Problemen im Job bis zum Arbeitsplatzverlust. Hinzu kommen die Schamgefühle der Betroffenen, die dann weiter in die soziale Isolation führen.

Gibt es Hilfe? Ja, die gibt es.

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, kann den Betroffenen auf 3 Arten geholfen werden. Das eine ist die Akut -Therapie mit einer medikamentösen Behandlung, sobald eine akute Phase auftritt.  Diese wird solange fortgesetzt, bis die akuten Symptome sich deutlich gebessert haben. Je nach Schwere und Art der Symptome werden verschiedene Medikamente und nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren angewendet.

An die Akut-Therapie schließt sich die Erhaltungstherapie an. Hier soll der Zustand des Betroffenen soweit stabilisiert werden, dass es nicht zu einem direkten Rückfall kommt. Ziel ist es, einen stabilen Zustand für 6 bis 12 Monate zu halten. Dazu wird eine Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung angewendet.

An diese Therapie schließt sich dann die Rückfall-Prophylaxe an. Sie beginnt, sobald sich die Stimmungslage des Betroffenen wieder normalisiert hat und soll langfristig verhindern, dass es zu einer erneuten akuten Krankheitsepisode kommt. Wie lange die Prophylaxe dauert, hängt von der Anzahl der Phasen ab. Bei 3 oder mehr Phasen innerhalb von 5 Jahren ist eine Dauerbehandlung mit Medikamenten zur Verhinderung erneuter Phasen notwendig.

question-mark-1019759_960_720Was ist mit den Angehörigen?

Die Rolle der Angehörigen bei einer bipolaren Störung ist sehr groß. Der Betroffene braucht eine Vertrauensperson, die den Verlauf seiner Erkrankung überwacht und ihn ermutigt, sich in Behandlung zu begeben und sich aktiv an der Therapie zu beteiligen. Deshalb sollten sich Angehörige über die Erkrankung informieren und sich auch entsprechend beraten lassen. Betroffene brauchen vor allem Verständnis und Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben sowie soziale Integration – aber kein Mitleid.
Auch Selbsthilfegruppen sind für Angehörige eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

Nun hab ich euch hoffentlich mit dieser Fülle an Informationen  zu meinem Thema nicht erschlagen und ihr seid noch bereit für etwas erfreulicheres………

(Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz.org )

DAS GEWINNSPIEL

Natürlich gibt es bei dieser Blogtour auch Gewinne und die sind echt toll

1. Preis

1 signiertes Printexemplar

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2. Preis

2 mal 1 Schlüsselanhänger

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3. Preis

2 mal 1 signiertes Lesezeichen

Was müsst ihr dafür tun? 

Beantwortet einfach die Gewinnspielfrage in einem Kommentar und schon seid ihr im Lostopf für einen der Gewinne!

Die Gewinnspielfrage lautet:

Kennt ihr in eurem Umfeld Menschen mit einer bipolaren Störung und wie geht ihr damit um?


Das Kleingedruckte:

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
  • Das Gewinnspiel endet am 17.03.2017 um 23:59 Uhr.

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6 Gedanken zu “[Blogtour] „Tödliche Verdächtigungen“ von Silvia Stolzenburg -Tag 4

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für diesen umfangreichen und interessanten Bericht um dieses Krankheitsbild und seine Folgen.

    Nein, solche Menschen kenne ich nicht, aber ich denke, dass ist eine große Herausforderung wie jede Krankheit auch und man muss da schon einiges aushalten als Mensch/Person im Freundes-Arbeits oder Familienkreis.

    LG..Karin…

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  2. Hallo,
    Vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Ich kenne keinen die diese Krankheit hat aber ich glaube das es nicht
    einfach ist für alle ist.
    Ich wünsche Dir schönen Tag.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt ( Stern44 )

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