[Blogtour] „Kripo Bodensee“ von Janette John – Tag 2

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Herzlich willkommen zum 2. Tag unserer Blogtour zu den Büchern der Reihe „Kripo Bodensee“ von Janette John. Tine hat euch ja gestern auf ihrem Blog die Bücher und die Autorin näher vorgestellt.

Heute geht es um ein Thema, welches im Buch „Per Deadline Mord“ eine große Rolle spielt – Organspende. Ein sehr heikles Thema, das ich euch etwas näher bringen möchte und zu dem ich euch auch gern meine eigene Meinung sagen werde.

Aber hier seht ihr erst mal den gesamten Blogtourfahrplan auf einem Blick, damit ihr auch keinen Tag verpasst.

BLOGTOURPLAN

16.11. Kripo Bodensee Vorstellung bei Tine
17.11. Thema Organspende bei mir
18.11. Berlin in den 60er Jahren bei Jens
19.11. Thema Organhändler bei Stefanie
20.11. Familienfehde bei Babs
21.11. Gerüchte, Tratsch und falsche Anschuldigungen bei Nadja
22.11. Tod des Kindes nach der Geburt bei Tamara
23.11. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Nun zu meinem Thema Organspende – ein sehr heikles Thema wie ich finde, denn die Diskussionen darum sind sehr kontrovers und irgendwie setzen sich wohl die meisten Menschen mit dem Thema erst auseinander, wenn es selbst, in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft bittere Realität wird, dass jemand ein Organ oder Gewebe benötigt.

Geregelt ist die Organspende in Deutschland im Transplantationsgesetz. In Deutschland gilt seit dem 01.November 2012 die sogenannte Entscheidungslösung, dass heißt, jede Person entscheidet selbst, ob und wenn ja,welche Organe sie spenden möchte. Die sollte dann in einem Organspendeausweis eingetragen sein und auch den nächsten Angehörigen mitgeteilt werden, damit im Fall der Fälle die Angehörigen nicht diese Entscheidung treffen müssen, weil sie von der Entscheidung keine Ahnung haben, die der Verstorbene zu Lebzeiten getroffen hat. Denn neben der Trauer um den Verlust einer nahe stehenden Person kommt diese Frage dann auch noch hinzu und ganz ehrlich? -ich möchte sie nicht treffen wollen. Wie ein Organspendeausweis aussieht, könnt ihr hier sehen.

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Quelle: organspende-info.de

Diesen kann man sich zum Beispiel HIER herunterladen oder auch bestellen. Zudem liegen  mittlerweile in vielen Arztpraxen Organspendeausweise aus, die man sich dann einfach mitnehmen und ausfüllen kann.

Natürlich kann man seine Entscheidung jederzeit widerrufen oder einzelne Organe/ Gewebe von der Spende ausschließen. In Österreich ist die Organspende etwas anders geregelt. Dort gilt die sogenannte Widerspruchslösung. Das heißt, man ist eigentlich immer automatisch  Organspender, wenn man zu Lebzeiten keinen Widerspruch eingelegt hat. Dieser schriftliche Widerspruch muss dann mit den  Ausweispapieren bei sich getragen werden und er sollte auch im „Widerspruchsregister“ eingetragen werden.

Deutschland liegt bei den Organspenden statistisch weit hinter anderen EU – Ländern zurück. Es wurden in den ersten 10 Monaten dieses Jahres 717 Organspenden durchgeführt. Wenn man bedenkt, dass allein 2015 auf 7530 Nierenspenden gewartet wurde, ist die Zahl der Spender, die dem gegenüber steht,  erschreckend gering.  Kein Wunder, dass es mittlerweile einen blühenden Organhandel gibt, meist in  Ländern der Dritten Welt, der aber natürlich illegal ist. Es gibt einfach zu wenige Spender.

Im Buch „Per Deadline Mord“ geht es um genau dieses Thema. Im Prolog muss eine junge per-deadline-mordMutter sterben, weil sie einen angeborenen Herzfehler hat und es einfach kein geeignetes Spenderorgan gibt. Als doch ein passendes Spenderherz gefunden wird, wird dies einem anderen schwer herzkranken Meschen transplantiert und die junge Mutter ist somit dem Tode geweiht. Es stellt sich die Frage, wer und wie die Entscheidung, wer das Spenderherz bekommt, getroffen wurde. War es eine Entscheidung gefällt nach Dringlichkeit oder spielten andere Fakten wie Geld vielleicht sogar eine Rolle?

Woran aber liegt es, dass so wenige Menschen in Deutschland bereit sind, ein Organ zu spenden? Einerseits liegt es an der  mangelnden Bereitschaft zu spenden, oft aber einfach nur an zu wenig Aufklärung, wie eine Organspende von statten geht, was gespendet werden kann an Organen oder Geweben und einer daraus resultierenden Unsicherheit bei der Entscheidungsfindung. Oft haben die Menschen auch einfach nur Angst, das sie noch etwas mitbekommen bei der Entnahme der Organe, weil ja das Herz-Kreislauf-System nach dem Hirntod noch für einige Zeit durch Maschinen und Medikamente aufrecht erhalten wird, damit die Organe weiter  mit Sauerstoff versorgt werden. Diese Angst ist jedoch unbegründet, denn Hirntod heißt,  die Gesamtfunktionen des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstammes sind unwiederbringlich ausgefallen – es ist nicht möglich, dass man irgendetwas merkt ( medizinisch gesehen ). Dieser unumkehrbare Hirnfunktionsausfall wird von 2 unabhängigen Ärzten geprüft und bestätigt und erst dann wird man für Hirntod erklärt und es können die weiteren Schritte für eine Organentnahme eingeleitet werden. Wie diese aussehen, zeigt die grafische Darstellung.

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Quelle: organspende -info.de

Welche Organe/Gewebe kommen für eine Spende eigentlich überhaupt in Frage?

transplantierbare Organe:

Niere
Leber
Herz
Lunge
Bauchspeicheldrüse
Dünndarm

transplantierbare Gewebe:

Augenhornhaut
Blutgefäße
Haut
Herzklappen
Sehnen und Bänder
Knochen
Eihaut der Fruchtblase

Ich hoffe, ihr habt jetzt einen kleinen Überblick zum Thema Organspende bekommen.  Es gibt sogar ein Infotelefon zum Thema Organspende.

Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 90 40 400 ist das Infotelefon Organspende montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Hier können alle Fragen zum Thema Organspende gestellt werden und man erhält von den qualifizierten Mitarbeitern des Infotelefons Antworten. Vielleicht kann auf diesem Wege dem ein oder anderen die Angst vor einer Organspende ein wenig genommen werden.

 

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Vielleicht fragt ihr euch an dieser Stelle auch, wie ICH zum Thema Organspende stehe?
Ich verrate es euch gern…… mal davon abgesehen, dass ich in einem medizinischen Beruf arbeite und mit dem Thema öfters als andere konfrontiert werde, besitze ich schon seit vielen Jahren einen Organspendeausweis. Mir ist es wichtig, dass ich meinen Angehörigen  – in diesem Falle wohl in erster Linie  meinen Mann – nicht diese Entscheidung allein überlasse. Natürlich weiß er auch, dass ich einen Ausweis besitze und wo ich ihn aufbewahre.

Außerdem möchte ich im Fall der Fälle auch mit einem Organ geholfen bekommen,  also sehe ich es daher als selbstverständlich an, meine Organe ebenfalls zu spenden, um so ein Menschenleben retten zu können.

Generell muss ich sagen, finde ich die Regelung, die Österreich getroffen hat bezüglich Organspende JA oder NEIN viel besser. Man ist einfach automatisch Spender, wenn man nicht widerspricht und ich bin mir sicher, mit dieser Regelung gäbe es auch in Deutschland deutlich mehr Spender. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der deutsche Bürger einfach bequem ist was Behörden und das Ausfüllen von Formularen angeht und so aus dieser Bequemlichkeit heraus einfach weniger Widersprüche ausgefüllt werden würden und es somit ergo mehr Spender gäbe. Aber das ist meine subjektive Meinung.

So, ich hoffe, ihr habt bis zum Ende durchgehalten und konntet euch die ein oder andere für euch nützliche Information aus diesem sehr ersten  Thema nehmen.

 

Natürlich gibt es auch wieder etwas zu gewinnen und zwar nicht wenig….

Die Gewinne

1. Preis: 7 mal 1 Tasche

 

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 2. Preis: 14 mal 1 signiertes Lesezeichen

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Wie könnt ihr einen der  Preise euer eigen nennen? Hinterlasst mir in einem Kommentar einfach die Antwort auf folgende Frage und schon seid ihr im Lostopf!

Besitzt ihr einen Organspendeausweis oder habt ihr euch schon einmal mit dem Thema Organspende auseinandergesetzt?

 

Ich drücke allen die Daumen und wünsche euch viel Glück und viel Spaß bei der weiteren Tour!

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Das Kleingedruckte

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. 
  • Das Gewinnspiel endet am 22.11.2016 um 23:59 Uhr.
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6 Gedanken zu “[Blogtour] „Kripo Bodensee“ von Janette John – Tag 2

  1. Grundsätzlich ist es mir egal, was nach meinem Tod mit mir passiert – trotzdem habe ich keinen Organspenderausweis. Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, was mich davon abhält einen solchen Ausweis auszufüllen und mit mir zu tragen. Ich mache mir aber schon länger Gedanken darüber, wie ich das denn ändern könnte. Denn natürlich möchte auch ich ein Organ, wenn ich denn eines brauchen sollte – eigentlich ist meine Einstellung dumm, aber ich kann da leider (noch !!??) nicht aus meiner Haut.

    LG Babsi

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  2. Guten Abend,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag.
    Ich besitze auch keinen Organspendeausweis(und ich glaube das geht mit meinem Alter auch noch gar nicht), habe mich aber schon öfters mal kurz mit dem Thema auseinandergesetzt(selbst wenn das oftmals nur durch irgendwelche Arzt-Serien zustandegekommen ist), da es mich in bestimmten Sachen einfach zum Nachdenken angeregt hat und ich mir darüber dann Gedanken gemacht habe.
    LG Sarah

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  3. Hallo,
    Danke für deinen Beitrag. Nein, ich habe keinen Organspendeausweis. Ich tue mich echt schwer damit, weil ich einfach zu feige bin.
    Liebe Grüße Bettina

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  4. Hallo,

    ich hatte schon mal einen Organspendeausweis, ich habe dann allerdings ein Seminar an der Uni zu dem Thema gemacht und aufgrund dessen und der damit verbundenen tieferen Auseinandersetzung mit der Thematik habe ich mich dann gegen den Ausweis entschieden. Für mich ist nach allem nicht so eindeutig festzustellen, dass der Hirntod des Menschen auch sein Tod ist… des Weiteren ist gerade die Behandlung der Angehörigen der Organspender meiner Meinung nach katastrophal, was mich ebenfalls dazu gebracht hat mich gegen den Ausweis zu entscheiden.

    LG

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