„Eventus Corp. – verkaufte Unschuld“ von Manu Wirtz

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2714 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 201 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Kindle -Preis: 4,99€

Die Eventus Corporation ist ein deutsches Security- und Militärunternehmen, das im Personenschutz, aber auch bei gefährlichen Einsätzen in internationalen Krisengebieten tätig ist. Die Teamleiterin Stefanie Audet und der IT-Spezialist Stephan Brokkenleg werden aktiv, als die 15-jährige Alina, die Tochter eines Bankers gekidnappt wird. Sie kommen über Facebook & Co. einem Mädchenhändlerring, der Alban-Liga, auf die Spur. Der eiskalte Mafiaboss Marko Berisha nutzt das Internet für geheime Versteigerungen der entführten Frauen und Mädchen. Das Eventus-Team jagt die Verbrecher quer durch Europa bis zu einem alten Atombunker an der tschechischen Grenze, dem Hauptquartier der Bande. Schaffen sie es noch rechtzeitig, die gefangene Alina vor einem Schicksal als Sexsklavin zu retten?
Ein temporeicher und ungemein spannender Thriller mit einem neuen und schlagkräftigen Team.

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Was ist der Traum eines jeden jungen Mädchens, welches lange Haare hat und gut aussieht? Model sein werden sich die meisten jetzt denken. Und so unrecht haben sie da auch gar nicht. Dass sich diesen Wunsch kriminelle Mädchenhändler zu eigen machen, das ist längst nicht mehr der Feder einer Autorin mit viel Fantasie entsprungen. Leider….. Manuela Wirtz greift dieses hochbrisante und weltweit vorhandene Problem in ihrem  Thriller „Eventus Corp.  – verkaufte Unschuld“ auf. Aber es geht nicht nur um das Thema Mädchenhandel im Buch, sondern auch um die Bekämpfung dieser Mädchenhändlerringe. Und hier kommt das Security – und Militärunternehmen Eventus Corporation  zum Zuge, das sich unter anderem auch auf Personenschutz spezialisiert hat. Ganz vorn im Team steht die sympathische  Stefanie Audet, die Teamleiterin der Eventus Corporation Firma ist. Zusammen mit ihrem Kollegen und IT-Spezialisten Stephan Brokkenleg machen sie sich auf die Suche nach der vermissten 15-jährigen Alina, Tochter eines früheren Schulkameraden von Alina, der sie um Hilfe bittet. Sie finden heraus, dass Alina an einem Fotoshooting teilnehmen wollte, zu der sie ihr erster Freund Noel eingeladen hatte. Diesen hat sie über Facebook kennengelernt und nach nur einem Treffen hat sich Alina unsterblich in ihn verliebt. Leider ist Noel aber nicht der softe BWL-Student, den er vorgibt zu sein, sondern er ist ein „Loverboy“. Er ködert junge, gut aussehende Mädchen, die anschließend von der Alban – Liga, der er angehört, meistbietend verkauft werden. Dies geschieht im großen Stil und bei der Suche nach Alina müssen Stefanie und  ihr Kollege schnell erkennen, dass es sich hier um einen ganz professionellen und international agierenden Mädchenhändlerring handelt, mit dem man sich lieber nicht anlegen sollte…..

Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht, denn sonst braucht ihr das Buch ja gar nicht mehr lesen. Was ziemlich schade wäre, denn der Auftakt der Reihe um die Fälle der Eventus Corporation mit ihren sympathischen und interessanten Protagonisten ist ein durchweg gelungener, spannender Thriller, den die Autorin Manu Wirtz dem Leser hier präsentiert.

Schon ab dem ersten Kapitel ist man mitten im Geschehen der skrupellosen Mädchenhändler, die gerade „neue Ware“ meistbietend verkaufen wie andere Menschen Vieh bei einer Bauernauktion. Schlimm ist die Tatsache, dass dies tausendfach jeden Tag auf diesem Planeten passiert und diese jungen Mädchen nie wieder glücklich werden in ihrem Leben – wenn sie denn überhaupt überleben. Wenn man sich dies vor Augen hält, bekommt der Lesegenuss schon einen schalen Beigeschmack. Dennoch muss ich sagen, hat die Autorin hier hervorragend recherchiert, was das Thema betrifft und ihre Informationen gekonnt und ohne Spannungsverlust in die Handlung eingeflochten. Einzig die vielen Erklärungen, was die Firma Eventus Corporation angeht, empfand ich an einigen Stellen störend und auch viel zu wissenschaftlich für einen Roman, zudem finde ich, hätte es diese Fülle an Informationen für das Verständnis des Buches nicht gebraucht. Deshalb gebe ich auch einen Stern Abzug dafür.

Die Hauptprotagonisten sind sehr authentisch dargestellt und hatten durchweg meine Sympathiepunkte. Man spürt die Angst des Vaters der entführten Alina, aber ebenso die Beklemmnis von Stephanie, die als alleinerziehende Mutter einer 14-jährigen Tochter, die Ängste ihres ehemaligen Schulfreundes nur zu gut verstehen kann und deshalb auch mit allen Mitteln, die ihr und ihrem Team zur Verfügung stehen, das Mädchen lebend und unversehrt finden wollen. Auch die anderen Protagonisten waren  mir, mal abgesehen von den Mitgliedern des Mädchenhändlerringes – wohl verständlich – sehr sympathisch.

Bis auf die schon oben erwähnte kleine Kritik, die mir an diesen Stellen etwas die Spannung nahm, fiel es mir trotzdem schwer, das Buch aus der Hand zu legen und mit den knapp 200 Seiten ist es auch schneller gelesen als einem lieb ist. Ich hoffe, dass Manu Wirtz bei den Folgebänden dieser Reihe genauso spannende Themen aufgreift, wie dies hier der Fall war und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Stephanie Audet und ihren Kollegen.

Das Buch bekommt von mir 4 Lupen und eine klare Leseempfehlung.

4Lupen

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