„Tausend Wellen fern“ 1-4 von Rebecca Maly

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1198 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ca. je 86 Seiten
Verlag: Edel Elements (8. Juli 2016)
Preis: je ebook  1,99€

Irland, 1872. Als der Vater der 18-jährigen Kaylee Heagan ihre Mutter für eine Jüngere verlässt, entflammt im katholischen Dublin ein Skandal. Um der Schande zu entgehen und sich gemeinsam eine Zukunft aufzubauen, brechen die beiden ungleichen Frauen zu einer beschwerlichen und langen Seereise nach Neuseeland auf. Doch wird sich ihre Hoffnung auf ein neues Leben erfüllen?

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Rezension alle 4 Bände

„Tausend Wellen fern“ ist eine 4-teilige Reihe, die als Ebook im Verlag Edel Elements erschienen sind. Es handelt sich dabei um eine Neuseeland Saga, geschrieben von Rebecca Maly. Bis jetzt kannte ich die Autorin nur als Rebekka Pax aus dem Genre Krimi. Umso gespannter war ich, was mich hier auf 4 mal rund 90 Seiten erwartete.

Es geht in den Bänden um die Abenteuer der jungen Irin Kaylee, die im Jahre 1872 zusammen mit ihrer Mutter Erin Irland fluchtartig verlassen muss und sich mit dem Schiff SS Christophorus nach Neuseeland begeben wollen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Das Schiff gerät allerdings in einen Sturm und ausgerechnet das Rettungsboot von Kaylee kentert. Gerettet wird Kaylee von einem Walfängerschiff. Dort lernt sie Timothy kennen, der sie irgendwie magisch anzieht. Doch Kaylee trauert auch um ihre Mutter, die es bei dem Sturm nicht in ein Rettungsboot geschafft hat. Dennoch, sie ist eine starke Frau und findet sich schnell auf dem Walfängerboot umringt nur von Männern zurecht. Ein Abenteuer beginnt……

Die Geschichte ist, wie oben schon erwähnt, in 4 Bände aufgeteilt. Die ersten 3 Bände enden jeweils in einem Cliffhanger und so ist man als Leser auch angehalten, die Saga in chronologischer Reihenfolge mit allen 4 Bänden zu lesen. Warum man nicht einfach einen kompletten Roman daraus gemacht hat, kann ich nicht sagen, wäre aber eigentlich sinnvoll gewesen. Zumal jeder einzelne Band nur um ca. 85 Seiten hat.

Nichtsdestotrotz ist es Rebecca Maly gelungen, hier eine interessante und spannende Handlung zu schreiben, die mich von Beginn an gefesselt hat, obwohl ich nicht bevorzugt historische Romane lese. Kaylee ist eine junge Frau, die einen Charakter hat, wie man ihn heutzutage als emanzipiert bezeichnen würde. Zur damaligen Zeit allerdings eckt man da an der ein oder anderen Stelle, besonders beim anderen Geschlecht, schon mal an. Aber das war auch der Grund, warum ich sie so sympathisch gefunden habe und mich so gut mit ihr identifizieren konnte. Der Gegensatz dazu ist Kaylee´s Mutter Erin. Eine Frau, die vom Ehemann gedemütigt, die Flucht ergreift, um dem Gerede der Leute aus dem Weg zu gehen. Einerseits verständlich, andererseits hat sie sich ja nichts zu Schulden kommen lassen und muss dennoch büßen und ihr Leben komplett neu beginnen. Da kommt ihr das Angebot eines Freundes in Neuseeland, sich um die Erziehung seiner Töchter zu kümmern, gerade recht.

Timothy, der junge Walfänger ist der andere Hauptprotagonist der Saga. Er war ebenfalls sehr authentisch und bildhaft dargestellt. Ein junger Mann, der schon viel Schlimmes in seinem Leben mitmachen musste und nun seinen Platz im Leben sucht. Unterstützung bekommt er dabei vom Kapitän des Walfängers, der Timothy als seinen Ersatzsohn ansieht.

Rebecca Maly ´s Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und so schafft man einen Band in wenigen Stunden, denn einmal begonnen mit lesen, kann man es schwer aus der Hand legen. Was ich in der Handlung dennoch überlesen habe, waren die grausamen Beschreibungen des Walfangs. Für mich als absoluter Tierliebhaber ist das harter Tobak gewesen, der an den entsprechenden Stellen mein Lesevergnügen arg gebremst hat. Beim Lesen des 4. Bandes hatte man  gegen Ende leider das Gefühl, er müsse fertig werden. Hier hätte es gern ausführlicher sein können, denn die Handlung raste quasi dahin.

Dennoch hat mir diese Saga unterhaltsame Stunden beschert und es werden nicht meine letzten Bücher der Autorin gewesen sein.
Die Neuseelandsaga „Tausend Wellen fern“ bekommt von mir 4 Lupen.

4Lupen

 

 

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