„Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ – von Silvia Stolzenburg

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Gebundene Ausgabe: 406 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2016 (3. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839219108
ISBN-13: 978-3839219102
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: 14,99€

Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet …

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Das Buch „ Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ von Silvia Stolzenburg ist mein erster historischer Roman, den ich von ihr lese. Bisher kannte ich sie nur von Kriminalromanen. Deshalb war ich auch sehr gespannt, was mich hier erwartete. Es geht im Buch um den 11 –jährigen Bettler Jona, der nach Nürnberg geflohen ist, um sich dort seinen Lebensunterhalt zu „verdienen“. Er wird aber beim betteln erwischt und entkommt mit seinem Freund Casper der Zwangsarbeit. Sie werden von einem anscheinend reichen Mann angesprochen, der ihnen Essen und guten Lohn verspricht für eine kleine Gegenleistung. Diese Gegenleistung ist allerdings alles andere als klein, es ist das Leben der 2 Jungen sogar in Gefahr und Jona gelingt es zum Glück zu fliehen und er landet mehr tot als lebendig zufällig direkt vor Oliveras Haus. Sie ist die Salbenmacherin der Stadt und betreibt zusammen mit ihrem  Lebensgefährten Götz eine Apotheke. Doch der reiche Mann hat seine Handlanger und dazu gehört auch Laurenz, Noch- Ehemann von Oilvera und auf der Suche sowohl nach seiner Frau und seinem Bruder Götz, um sich rächen zu könne, als auch auf der Suche nach dem Jungen Johann. Schnell bangen  nicht nur Jona erneut um sein Leben, sondern auch Olivera und ihre Familie. ….

Das Buch ist der Fortsetzungsroman von „ Die Salbenmacherin“. Den ersten Band kenne ich nicht und ich hatte auch nicht das Gefühl, etwas Entscheidendes verpasst zu haben, was hier für die Geschichte von Wichtigkeit gewesen wäre. Trotzdem werde ich bestimmt den ersten Band noch lesen, einfach weil mir das Buch so gefallen hat. Silvia Stolzenburg lässt wichtige Informationen aus dem ersten Band gekonnt hier in die Geschichte  einfließen.

Das Buch ist absolut spannend geschrieben, was ich so von einem historischen Roman nicht erwartet hätte. Nebenbei bekommt der Leser eine Fülle von Informationen,  was das Leben zu dieser Zeit ( 1409 ) angeht, geboten, die  gekonnt in die Handlung gewebt sind. Man merkte als Leser, dass hier im Vornhinein gut recherchiert wurde.

Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und auch bei ihnen merkt man die gute Recherchearbeit der Autorin. Manche Handlungen wären heutzutage einfach unvorstellbar, aber zur damaligen Zeit eben realistisch. Olivera ist eine sehr sympathische junge Frau, die für damalige Verhältnisse nicht nur sehr taff, sondern auch sehr selbständig im Denken und Handeln ist. An ihrer Seite Götz, der eine etwas schroffe Art hat, dies aber niemals an Olivera zeigt. Zusammen ergeben für mich beide ein harmonisches Paar, auf deren weitere Entwicklung ich sehr gespannt bin.

Die Handlung ist sehr spannend, schon nach wenigen Seiten bin ich eingetaucht ins Jahr 1409 und von da an lies mich das Buch nicht mehr los. Wäre es keine Leserunde gewesen, ich hätte es schneller gelesen.  Ein Spannungsaufbau war  von Beginn an vorhanden und durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil der Autorin flogen die Seiten nur so dahin. Das Ende lässt keine Fragen offen, höchstens die nach einer Fortsetzung.

Silvia Stolzenburg ist nicht nur eine hervorragende Krimiautorin, auch mit diesem historischen Roman konnte sie mich als Leser voll und ganz überzeugen. Das Buch bekommt volle 5 Lupen und eine Leseempfehlung von mir.

5Lupen

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