„24 Stille Nacht“ – von Ralph F. Wild

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Taschenbuch: 260 Seiten
Verlag: einhorn-Verlag+Druck GmbH (10. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3957470250
ISBN-13: 978-3957470256
Preis: 14,80€

Lothar ist ein »Sonnenkind«, wurde er doch am 24. Dezember geboren am Tag des Herrn. Doch sein Glück zerbricht jäh, als seine Eltern sich trennen und seine Mutter ihn daraufhin ins Internat schickt. Nur sein Mitbewohner Thomas ist ihm dort ein Freund. Vom Direktor drangsaliert und missbraucht, verliert Lothar nicht nur seine kindliche Unschuld, sondern auch all seine Würde und Lebensfreude. Szenenwechsel: Schon seit Jahren erschüttert die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd eine Mordserie, die ihren grausamen Höhepunkt immer an Heiligabend findet. Kommissar Sigurd Weller beißt sich an diesem Fall die Zähne aus, und das kurz vor seiner Pensionierung. Wird er mit seinem jungen Kollegen Stefan Passlack und der aufgeweckten Polizeianwärterin Michaela Pelongrin, genannt Veggi, seinen letzten Fall aufklären können? Die sogenannten »Sonnenkinder« bringen das Trio schon bald auf eine heiße Fährte.

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Seit dem 24.12.2002 geschehen an Heilig Abend in Schwäbisch Gmünd immer wieder grausame Morde. Kommissar Sigurd Weller, der kurz vor seiner Pensionierung steht, kommt bei diesen Mordfällen keinen Schritt weiter und ihm werden der Kollege Stefan Passlack und die Polizeianwärterin Michaela Pellongrin, die von allen nur Veggi genannt wird, zur Seite gestellt. Gemeinsam versuchen sie nun die Morde aufzuklären, bevor der für sie Unbekannte wieder am 24.12. des Jahres zuschlägt.

Szenenwechsel: Lothar ist ein Sonnenkind, er wurde genau am 24.12. geboren. Doch seine behütete Kindheit ist abrupt zu Ende, als sein Vater die Familie verlässt, weil seine Mutter einen neuen Freund hat. Dieser stellt die Mutter von Lothar vor die Wahl: Er oder das Kind – beide zusammen akzeptiert er nicht. Also trifft Lothars Mutter eine Entscheidung und Lothar landet in einem Internat, hinter dessen Mauern entsetzliche Dinge geschehen. Davon geprägt, entwickelt sich Lothars Leben ganz anders, als es eigentlich sein sollte……

Das Buch hat mich mit seinem Klappentext sofort in den Bann gezogen und nach den ersten Seiten fiel es mir schwer, dieses wieder aus der Hand zu legen.

Eingeteilt ist das Buch in 5 Teile und es wird abwechselnd aus der Sicht von Lothar, den Ermittlern sowie den Opfern erzählt. Dann gibt es noch Rückblenden., die kursiv geschrieben sind und in denen Lothar seiner wahrscheinlich einzigen Freundin Lola, die eine Prostituierte ist, über sein Leben erzählt.

Lothar als Hauptprotagonist war für mich sehr gut ausgearbeitet, er tat mir sogar ein wenig leid, denn das Leben im Internat hat ihn zu dem werden lassen, was er dann später geworden ist – ein Monster. Nach dem Einzug in das Internat gibt es für Lothar nur 2 Vertraute in seinem ganzem Leben und das fand ich sehr beängstigend. Die anderen Protagonisten sind charakterlich  nur angerissen. Man kennt den Internatsdirektor, den Internatsfreund Thomas und Lola. Hier fehlt mir eindeutig mehr Tiefe in den Charakteren, dazu hätten es gern ein paar Seiten mehr sein können.

Die Ermittler wiederum werden ausführlicher dargestellt. Auch deren Privatleben und da bin ich bei der Lupe Abzug, die ich diesem Buch wegnehmen muss. Anfangs fand ich es ja noch ganz schön, dass Veggi und Stefan ein Paar werden, aber das wurde ganz schnell sehr lästig möchte ich fast sagen. Es hat jedenfalls dem Plot des Buches nicht gut getan. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einem Vorgesetzten so egal ist, bzw. er die Liebelei noch derart unterstützt zwischen den beiden, wie es im Buch beschrieben war. Mir war es hier eindeutig zu viel Sex, es hat einfach nicht zur Geschichte des Buches gepasst. Die dementsprechenden Dialoge zwischen Sigurd, Veggi und Stefan gingen mir dann auch irgendwann echt auf den Nerv.

Ein Spannungsaufbau war von Beginn an vorhanden und zog sich auch steigernd durch das Buch, bis auf einige ruhige Sequenzen, die aber nicht gestört haben. Der Showdown am Ende des Buches war gelungen und obwohl man sofort weiß, wer der Mörder im Buch ist, fiebert man dennoch bis zum Schluss mit.

Genial fand ich die vielen eingearbeiteten QR-Codes, bei denen man Bilder von Tatorten, die im Buch vorkommen, wie z.B. das Münster von Schwäbisch Gmünd, sieht.

Wäre das Techtelmechtel zwischen Stefan und Veggi nicht gewesen, gäbe es an diesem Buch nicht viel auszusetzen, so ziehe ich einen Stern ab und vergebe 4 von 5 Lupen.

4Lupen

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