„Freestyler“ von Katja Brandis

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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Originalausgabe (8. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407821018
ISBN-13: 978-3407821010
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 16,95€

Was zählt, ist nur der Sieg … Für ihren Traum vom Olympischen Gold optimieren »Freestyler« ihre Körper ganz legal mit High-Tech-Prothesen und Implantaten. Die junge Sprinterin Jola ist nicht sicher, ob sie sich operieren lassen will. Der Druck ist hoch: Mit einem modifizierten Körper hätte sie vielleicht eine Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2032 – so wie Ryan, der beinamputierte Sprinter, in den sie sich verliebt hat. Aber die neue Technik birgt Gefahren. Und bald geht es nicht mehr nur um den Sieg, sondern um Leben und Tod …

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Wie weit geht man für olympisches Gold?

Wir schreiben das Jahr 2030. Jola ist 17 Jahre jung und eine erfolgreiche Sprinterin, die einen großen Traum hat. Einmal bei der Olympiade in Buenos Aires 2032 laufen dürfen. Bis dahin trainiert sie eisern in München im Olympia – Stadion und bereitet sich gleichzeitig auch auf ihr Abitur vor. Beim Training fällt ihr ein Junge im Rollstuhl auf – Ryan. Bei einem Autounfall wurden ihm beide Beine zerquetscht. Vorher war er in der hiesigen Basketball-Mannschaft erfolgreich, doch das ist nun vorbei. Jola fühlt sich irgendwie zu Ryan hingezogen und zwischen beiden entsteht eine innige Freundschaft.

Als Jolas Trainerin erklärt, dass sie sich zur Ruhe setzen wird, übernimmt Till, Jolas heimlicher Freund und ehemaliger erfolgreicher Hürdenläufer das Training, was natürlich einige Probleme mit sich bringt. Auch ihr Zuhause scheint irgendwie nicht mehr so harmonisch zu sein wie früher. Und dann ist da noch ihre Achillessehne, die ab und an schmerzt.  Zu den Weltmeisterschaften 2031 in Osaka schafft sie es dann sogar bis ins Finale, muss aber wegen der Achillessehne, die sich entzündet hat, vorzeitig aufgeben. Zum ersten mal denkt Jola über  eine Modifizierung nach, um 2032 zu den olympischen Spielen starten zu können.  Zu dieser Zeit ist diese Art, sich Prothesen oder künstliche Gliedmaßen, Muskeln, ja sogar Organe einsetzen zu lassen, schon sehr weit fortgeschritten. Und auch Ryan trägt mittlerweile „Blades“ aus Carbon, um sich seinen Traum von Olympia 2032 in der „Freestyle-Klasse“ zu ermöglichen. Dort kämpfen normale Sportler gegen modifizierte Athleten. Doch nicht alle Sportler sind von der Modifizierung von Körperteilen überzeugt. Jola merkt mittlerweile, dass sie mehr Gefühle für Ryan empfindet, als sie zugeben will. Beide schaffen es nach Buenos Aires, aber da geht es schnell nicht mehr um olympisches Gold, sondern ums nackte Überleben.

Katja Brandis hat es auch mit ihrem  neuen  „Near Future“ Roman geschafft, junge und ältere Leser zu fesseln, mich auf alle Fälle. Es war mein erster Roman von ihr und ich bereue, nicht schon eher nach ihren Büchern gegriffen zu haben. Aber das lässt sich ja nachholen. Die Handlung spielt im Jahr 2030 und später und trotzdem hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass es irgendwie unrealistisch erscheint, von was da im Buch geschrieben wird. Smartphones werden durch Communicatoren ersetzt,  das Implantieren von künstlichen Gelenken, Muskeln, Sehnen und Organen  mit weitaus besserer Leistung als menschliche Körperteile wird immer öfters durchgeführt. Bei den olympischen Spielen gibt es neben den Paralympics eine „Freestyle“ Klasse, wo  modifizierte  Athleten gegen nicht modifizierte Sportler antreten. Höher, schneller, weiter durch Modifizierung ist der neue Trend. Und es wird auf diese oder ähnliche Weise in nicht allzu ferner Zukunft auch im realen Leben nicht mehr weg zu denken sein, dessen bin ich mir sicher.

Die Hauptprotagonistin Jola war mir sehr sympathisch. Bei ihr habe ich dann auch gemerkt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Typische jugendliche Probleme, der erste Freund, der erste Kuss, das Abitur, der sportliche Ehrgeiz. Mit all den Dingen muss sich Jola auseinandersetzen. Im Laufe der Handlung wird sie ein Stück weit erwachsen, was mir sehr gefallen hat.  Die Entwicklung von ihr vom Teenie zur jungen Frau war sehr gut ausgearbeitet. Aber auch Ryan und Till sind authentische Charaktere im Buch.  Till ist zwar noch jung vom Alter her, agiert aber mit ziemlicher Reife, wogegen Ryan so manches mal unüberlegt und kopflos handelt.  

„Freestyler“ lässt sich sehr gut und fließend lesen. Nichts, was überflüssig erscheint oder den Spannungsaufbau abfallen lässt, findet man im Buch. Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Jola und Ryan erzählt. Bei beiden Hauptprotagonisten merkt man, wie liebevoll diese Charaktere von Katja Brandis entwickelt wurden. Mit seinen über 400 Seiten ist das Buch „Freestyler“ eine spannende Geschichte um eine junge Frau im Jahre 2030, die ihren Weg sportlich und privat geht.

Das Buch bekommt von mir verdiente 5 Lupen.

5Lupen

 

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2 Gedanken zu “„Freestyler“ von Katja Brandis

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