„Schatten der Schuld“ – von Petra Johann

Schatten der Schuld

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102030
ISBN-13: 978-3734102035
Preis: 9,99€

Spannend, abgründig, überraschend – Petra Johann macht süchtig.

Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren.

Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen.

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„Schatten der Schuld“…….ein Kriminalroman, der nicht durch einen sympathischen Hauptprotagonisten besticht, der die ganze Welt rettet……nein, es ist die Komplexität der Handlung, die Spannung und das Team der Ermittler, das dieses Buch zu etwas besonderem macht.

Geschrieben wurde der Roman von Petra Johann und erschien im November 2015 im Blanvalet Taschenbuch Verlag. Das Buch umfasst ca. 540 Seiten. Damit ist es nicht mal eben an einem Abend gelesen, aber aufhören konnte ich trotzdem schwer mit dieser Lektüre.

Die Handlung

In einem Stadtwald in Aachen wird eine ermordete Frau gefunden. Den Kopf gespalten mit einer Axt. Kommissar Frank Quirin sieht schnell, dass es Parallelen zu 3 früheren ähnlichen Fällen gibt, die nie gelöst wurden. Deshalb holt er seine Teamkollegin Charly aus dem Urlaub und beide sehen sich mit der Vergangenheit konfrontiert. Mit Hilfe des jungen Kollegen Benny, der noch nicht lange im Kriminaldienst tätig  ist, rollen sie die alten Fälle wieder auf und entdecken kleine Geheimnisse der Opfer, die damals noch nicht ans Licht gekommen sind. Aber auch in ihrem persönlichen Umfeld müssen sich Frank und Charly plötzlich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, um den Mord an der Frau eines ehemaligen Kollegen und besten Freundes von Charly endlich aufklären zu können. Mit dem wahren Täter  hat niemand gerechnet…..

Der Schreibstil

Fesselnd, flüssig, leicht lesbar und schwer aus der Hand zu legen, so könnte man es in Kurzform ausdrücken. Petra Johann ist es gelungen, dass es mir schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen, trotz der doch beachtlichen Seitenanzahl. Es ist in übersichtliche Kapitel eingeteilt, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechseln und oft in einem Cliffhanger enden, der mir doch die ein oder andere kurze Nacht bescherte. Schon der Prolog lässt den Leser mit einigen offenen Fragen zurück, auf die man einfach nur eine Antwort möchte. Die bekommt man dann auch im Verlauf der Handlung. In einem Showdown endend, den ich so nicht erwartet habe, werden alle Fragen und Rätsel um Täter und Motiv gelöst, so dass man dieses Buch rund abschließen kann. Spannungsaufbau ist von Anfang an da, was mir auch sehr gut gefallen hat.

Die Protagonisten

Es gibt nicht den oder die eine Protagonistin in diesem Buch, hier ist es ein ganzes Team. Frank als leitender Kommissar mit seinen Kollegen Charly und Benny, der nicht mehr im Polizeidienst tätige Mike und selbst Charlys beste Freundin, die ja doch nur eine Nebenrolle spielte, waren mir alle sympathisch. Eine Hauptrolle war trotzdem Charly zugedacht, eine junge Frau, die nur für ihre Arbeit lebt und ihr eigenes Privatleben gern mal vernachlässigt. Sie wurden von Petra Johann allesamt lebendig beschrieben, jeder hat seine Stärken und Schwächen und doch waren sie eine Einheit. Gerade die Entwicklung von Benny als „Kücken“ im Team fand ich sehr gut gelungen.

Meine Meinung

Ein sehr gelungener Kriminalroman, der durch Spannung und Tiefgrund besticht und den Leser am Rätseln um den Täter und seinem Motiv teilhaben lässt. Ich hoffe ja auf eine Fortsetzung. Mein letztes Buch von Petra Johann war es garantiert nicht.

„Schatten der Schuld“ bekommt von mir eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Lupen.

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Follow Friday 25.12.2015

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Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:

Was haltet ihr von dem neuen Trend, dass plötzlich gefühlt jedes zweite Buch/jede Reihe noch mal aus der Sicht des anderen Protagonisten/Antagonisten erzählt werden muss?

Ich finde das nicht so gut. Man könnte denken, den Autoren fällt nichts neues ein. Bestes Beispiel ist ja SoG, ich hab das Buch aus Sicht Christians hier liegen, aber bin nicht wirklich sehr neugierig drauf. Vor allem frage ich mich, was die Autoren damit bezwecken? Mehr Publicity? Gute Verkaufszahlen, weil die ersten Bücher gut verkauft wurden?

Wie seht ihr das? Habt ihr Bücher schon aus anderer Sicht der Protagonisten gelesen? Wie fandet ihr das?

 

Liebe Grüße
                                 Eure Yvonne

 

Follow Friday 18.12.2015

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Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:
Welches Buch müsst ihr im Dezember unbedingt noch haben?

 

Mädchendurst

Dieses Buch muss es im Dezember noch sein.
Klappentext:

Kurz vor den Sommerferien verschwindet eine Schulklasse bei einem Ausflug: acht Mädchen samt ihrer Klassenlehrerin.
Der Fall landet beim Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner. Walter meint, einen Zusammenhang mit einem früheren Fall zu erkennen: Vor vielen Jahren verschwanden nacheinander sechs Mädchen in einem ähnlichen Alter, immer während der Sommerferien. Sie alle tauchten nie wieder auf.
Haben die beiden es mit demselben Täter zu tun? Was hat er vor? Und warum erhalten die Eltern keine Lösegeldforderung?
Leonore und Walter bleiben nur Vermutungen, Ängste und eine grausige Gewissheit: Bei Kindesentführungen sterben die meisten Kinder innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunden …

Mit Mädchendurst, seinem dritten Thriller, veröffentlicht Timo Leibig den Auftakt zu einer rasanten Krimiserie um das Duo Goldmann und Brandner.
Spannung. Auf den Punkt gebracht.

Ich finde  den Klappentext nicht nur spannend, nein, es hat auch noch eine andere Bewandtnis, warum ich dieses und auch den Folgeband unbedingt lesen möchte. Aber das verrate ich mal noch nicht……nur so viel, ich freu mich riesig auf den 3. Band. …..breitgrins…..

Welches Buch muss es bei euch unbedingt noch sein im Dezember, welches in eurem regal landet?

Liebe Grüße
                                                Eure Yvonne

 

 

„Killerjagd“ von Christine Drews

Killerjagd

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2015 (12. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404170857
ISBN-13: 978-3404170852
Preis: 8,99€

Rachel Hyatt ist eine der besten Profiler bei Scotland Yard. Als sie zum Schauplatz eines besonders brutalen Mordes gerufen wird, weiß sie daher sofort: Hier war ein Profi am Werk – aber einer, der persönliche Gründe für seine Tat hat. Zumal sein Opfer nicht irgendwer ist, Sir Ian war ein wichtiges Mitglied des britischen Geheimdienstes. Noch ahnt Rachel nicht, dass sie soeben den Weg des gefährlichsten Killer Englands gekreuzt hat. Und sie sehr bald von der Jägerin zur Gejagten werden wird.

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„Killerjagd“ von Christine Drews erschien im November 2015 im Bastei Lübbe Verlag und umfasst ca. 330 Seiten.

Für mich war es das erste Buch dieser Autorin, aber bestimmt nicht das letzte.

Schon das Cover mit den aus Blut geschriebenem Titel sprach mich an, hat man doch als Leser und Liebhaber des Genre Thriller schon dadurch eine ungefähre Ahnung, ob und was einen an blutigen Szenen erwarten könnte.

Das Buch begann dann auch gleich mit einem spannenden Prolog, der einem eine Gänsehaut über den Rücken jagte.

 Aber zur Handlung des Buches:

Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes wird ermordet. Die Profilerin von Scotland Yard Rachel Hyatt begibt sich mit ihrem Team auf die Suche nach dem Mörder. Dabei wird sie  aber bald selbst zur Gejagten, denn der schlimmste Killer Englands muss einsehen, dass diese Frau ihm sehr gefährlich werden kann. Es bleibt nicht bei einem Mord und das Scotland Yard tappt zwar sehr schnell nicht mehr im Dunkeln, was die Identität des Killers betrifft, allerdings ist ihnen das Motiv völlig unklar. Nach und nach offenbart sich ihnen ein politisches Geheimnis, welches nie an die Öffentlichkeit kommen sollte und das Motiv des Killers nach Rache erklärt. Doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus und so zieht er eine blutige Spur durch London.

Christine Drews ist mit diesem Buch ein sehr guter Thriller gelungen. Trotz, dass nicht nur der Leser, sondern auch die Protagonisten,  schon nach den ersten Seiten den Namen des Killers kennen, gelingt es ihr meisterhaft, eine stetig steigernde Spannung aufzubauen. Der Leser wird mitgerissen bei der Jagd nach ihm, man fiebert mit Rachel mit, hofft und bangt, dass er rechtzeitig dingfest gemacht wird.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Zeitweise hatte ich sogar mit dem Killer aufgrund seines Motives etwas Mitleid, was er aber durch seine grausamen Taten wieder verspielt hat. Rachel wird als eine sehr intelligente Frau dargestellt, die auf ihren Instinkt hört und nur eine Schwäche hat – ihr Kind.

Der Titel des Buches passt hier mal wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, was ich auch sehr gut fand. Anders als sonst sucht man hier nicht den Mörder per se, sondern kennt ihn und jagt ihn, bevor noch mehr Menschen ihr Leben lassen müssen.

Spannung ist ab den ersten Seiten des Prologs da und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Einige Szenen sind blutig und detailliert beschrieben, aber passend zum Genre, es hat mich jedenfalls nicht gestört.

Ein fesselndes Lesevergnügen, welches auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Ich vergebe für dieses Buch 5 Lupen.

5Lupen

Follow Friday 11.12.2015

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Follow Friday ist eine Aktion, die von Sonja  mit ihrem Blog A Bookshell Full of Sunshine ins Leben gerufen wurde. Es geht einfach darum, neue Blogs kennen zu lernen und sich mit ihnen zu vernetzen. Klickt doch einfach oben auf den Link und schaut euch die Regeln an, vielleicht habt ihr ja auch Lust dabei zu sein.

Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:
Empfehlt doch ein Buch, das eine Protagonistin aufweist, die mal nicht der Norm entspricht!

 

Da empfehle ich mal ein Buch, bei dem ich über die Protagonistin herzlich lachen konnte.

Das Buch heißt „Alles Tofu, oder was“ von Ellen Berg

Alles Tofu oder was

Herrlich witzig und unbeschwert…….um was es in dem Buch geht und wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr HIER

Welche Protagonistin fiel bei euch mal aus der Norm?

Liebe Grüße
                                                        Eure Yvonne

 

„Zornröschen“ von Liv Jansen

Zornröschen

Broschiert: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956492102
ISBN-13: 978-3956492105
Preis: 9,99€

„Eines Tages werden wir uns an allen rächen!“, sagte Charlotte wütend. „Nein!“, sagten Gerti und Anne. „Nicht eines Tages! Jetzt!“ Gerti, Charlotte und Anne – drei Frauen, die nicht nur unterschiedlich alt – 31, 52 und 72 – sondern auch sonst sehr eigen sind: Die Putzfrau Gerti kommt aus ärmlichen Verhältnissen und saß wegen angeblichen Mordes an ihrem Mann unschuldig im Gefängnis. Die Werbetexterin Anne hatte angeblich Firmeninterna weitergegeben und wurde aus dem Job gemobbt, und die mondäne Unternehmensberaterin Charlotte soll Steuern hinterzogen haben. Dadurch sind all drei Frauen auf der Straße gelandet. Und weil sie sich bestens verstehen, tun sich zusammen und schwören Rache.

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Ein Sprichwort sagt: „ Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!“

Im den Debütroman „Zornröschen“ von Liv Jansen waren  das Lichtlein eher ein Chagall und der  obdachlose ehemalige Finanzbeamte „Lumpi“. Der Chagall brachte das nötige finanzielle Kleingeld, Lumpi die Ideen, wie man Charlotte, Anne und Gerti wieder zu rechtmäßigem Besitz verhelfen kann.

Aber der Reihe nach…..

Gerti, Anne und Charlotte sitzen alle auf der Straße und treffen sich durch Zufall im Agathenhaus, einer Bleibe für Obdachlose. Das Leben der 3 Damen ist zwar unterschiedlich verlaufen, aber sie haben eines gemeinsam. Alle wurden sie schuldlos durch die Intrigen vermeintlicher Freunde und Kollegen arbeits,- mittel – und dann obdachlos.

Gerti soll ihren Mann umgebracht haben und ging dafür 5 Jahre in den Knast. Anne wurde aus dem Job gemobbt und Charlotte von ihrem Exmann und der besten Freundin um sämtliches Hab und Gut betrogen, eigene Firma inbegriffen.

Lumpi entfacht bei den 3 Frauen dann aber den Kämpfergeist und sie  beschließen einen Rachefeldzug, bei dem sie nicht nur auf  Rache an den Schuldigen ihrer jetzigen Situation sinnen, sondern sich ihr vorheriges Leben wiederholen wollen. Dabei haben sie ungeahnte Unterstützung aus dem Kiez.  Charlotte verkauft das einzig wertvolle, was sie aus ihrem Haus hat mitgehen lassen – den Chagall und mit dem Geld aus dem Verkauf  starten sie ihren Plan……..

Der Klappentext ließ mich auf  humorvolle Unterhaltung hoffen. Diese wurde jedoch nur bedingt erfüllt. Obwohl die Handlung natürlich einen ernsten Hintergrund hat und es heutzutage jedem Bürger XY genauso schnell passieren kann, dass er Hab und Gut verliert, wollte ich hier einen spannenden, humorvollen  Unterhaltungsroman lesen. Die ersten 100 Seiten bekam ich jedoch nur die Lebensgeschichten der 3 Hauptprotagonisten erzählt bis sie aufeinander treffen. Dabei wird geschichtlich ziemlich hin und her gesprungen. Von Rache erst mal keine Spur. Die Handlung nimmt dann langsam Fahrt auf und die ersten Pläne werden geschmiedet. Dann überschlagen sich aber irgendwie die Ereignisse. Manche „Rache“ erledigt sich von selbst, es ist Kollege „Zufall“ mehr als einmal im Spiel und irgendwie läuft alles  ziemlich glatt und rund.

Leider bleiben die Beschreibungen der Rachefeldzüge hier etwas im Hintergrund, das hätte wirklich ausführlicher geschehen können. Die Protagonisten sind gut beschrieben und entwickeln sich realistisch im Laufe der Handlung. So manche Wendung hat mich etwas überrascht und war nicht vorhersehbar.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar, die vielen Szenenwechsel stören allerdings etwas den Gesamtlesefluss.

Das Ende ist vorhersehbar, allen widerfährt Gerechtigkeit und als Leser fängt man trotzdem an nachzudenken, wie einfach es wohl sein kann, einem Menschen seine gesamte Existenz zu rauben.

Ein dennoch gelungener Debütroman, der hier und da noch etwas ausgefeilt werden hätte können.

Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Lupen.

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