„Falsche Fährten“ – von V.S. Gerling

Falsche Fährten

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Bookspot Verlag (23. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956690338
ISBN-13: 978-3956690334
Preis: 14,80€

In Deutschland werden mehrere Ärzte getötet. Eines der Opfer wurde darüber hinaus gefoltert. Nicolas Eichborn und Helen Wagner vom BKA werden mit dem Fall beauftragt. Im Zuge ihrer Ermittlungen stellen sie fest, dass die Opfer eines verbindet: Sie alle haben an einem gemeinsamen Projekt zu Zeiten der DDR gearbeitet – ein Projekt, das Todesopfer forderte. Die beiden Ermittler tauchen ein in die Welt der Pharmariesen und erfahren sehr schnell, dass es Menschen gibt, die für Geld über Leichen gehen. Aber noch etwas anderes wird ihnen klar: Nichts ist so, wie es anfangs schien … Nicolas Eichborn und Helen Wagner – ein unkonventionelles Ermittlerpaar in seinem zweiten Fall. Rasant, mit wahrem Hintergrund und erfrischend anders

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Das Ermittlerpaar Nicolas Eichborn und Helen Wagner arbeiten im Amt für Innere Sicherheit und ermitteln in einem Fall von mehreren ermordeten Ärzten. Gemeinsam ist einigen, dass sie jüdischenNamen haben und alle haben in etwa das gleiche Alter. Könnte man ja auf dem ersten Blick meinen, die Morde haben einen politischen Hintergrund. Warum aber wurden einige noch gefoltert, andere aber augenscheinlich professionell aus dem Weg geräumt? Und nicht bei allen ermordeten Ärzten handelt es sich um Juden. Viele Fragen gilt es für Nicolas und Helen zu klären, um den Fall lösen zu können. Denn sie gehen nicht nur einer falschen Fährte nach.

Ihnen zur Seite stehen Ermittler der Kriminalpolizei und so versuchen sie vereint, weitere Morde zu verhindern und die Täter zu schnappen. Dazu müssen sie aber in der Vergangenheit der Geschichte der DDR recherchieren, denn damals wurden geheime Versuche durchgeführt – mit schlimmen Folgen.

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner. Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich bei der Handlung nicht um eine rein fiktive Geschichte handelt, sondern auf durch den Autor gut recherchierte Tatsachen beruht. Das macht die Handlung des Buches für mich noch erschreckender und ich möchte das ganze Ausmaß der wahren Fakten und Tatsachen lieber gar nicht wissen.

Der Hauptprotagonist Nicolas Eichborn war mir sofort sympathisch. Eine große Klappe, flotte Sprüche und eine manchmal nicht ganz so legale Art der Ermittlung kennzeichnen seinen Charakter. An seiner beruflichen wie privaten Seite der Gegenpol in Person von Helen Wagner, Tochter eines Pharmakonzerninhabers. Die beiden ergänzen sich perfekt und so kam auch das Zwischenmenschliche im Buch nicht zu kurz, was ich als sehr angenehm fand.

Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Überraschende Wendungen lassen die Spannung schnell steigen und diese hält sich auch durch das ganze Buch, ehe sie sich zum Ende hin noch einmal steigert und der Leser die Seiten noch schneller umblättern möchte. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Dafür sorgte auch der immer wieder aufkommende schwarze Humor von Nicolas, was mich trotz des ernsten Themas öfters zum Lachen brachte.

Allerdings fiel es mir schwer, die ganzen Charaktere im Buch richtig zu zuordnen. Da ist es vielleicht doch von Vorteil, erst Band 1 zu lesen, um zumindest mit den Hauptprotagonisten und den Ermittlern schon vertraut zu sein. Ich war manchmal von den vielen Personen im Buch ganz schön verwirrt und hatte zeitweise einige Fragezeichen im Kopf.

Ein Personenregister wäre hier eventuell angebracht?

Auf jeden Fall ist dem Autor Volker Schulz hier ein Thriller gelungen, der durch hohes Niveau überzeugt und nicht mal eben zwischendurch gelesen werden kann. Ein brisantes Thema auf realen Fakten beruhend gepaart mit den lockeren Sprüchen des Hauptprotagonisten machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das zumindest bei mir ob der Thematik nachhallt und auch nach Weglegen des Buches beschäftigt.

Ich vergebe 4 von 5 Lupen für dieses Buch und freue mich auf „ Das Programm“ (Band 1 ), was ich definitiv noch lesen werde.

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„Der Mädchenflüsterer“ – von Eva Fürst

der Mädchenflüsterer
Taschenbuch:
416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100968
ISBN-13: 978-3734100963
Preis: 9,99€

Ein kalter Novembermorgen. Eine Mutter öffnet einen rosafarbenen Brief, der vor ihrer Haustür liegt. Darin entdeckt sie die Handschrift ihrer seit Jahren vermissten Tochter – und einen verzweifelten Hilferuf … Gleichzeitig untersucht Rechtsmedizinerin Maja Heuberger eine grausam zugerichtete Leiche. Die Obduktion ergibt, dass es sich um das Skelett jenes vermissten Mädchens handelt, allerdings ist es seit sechs Jahren tot. Niemand anderes als ihr Mörder kann den grausamen Hilferuf an ihre Mutter gesandt haben. Doch der Brief bleibt nicht der einzige, und als auch Maja Heuberger einen erhält, ist klar, dass sie den Mörder höchstpersönlich fassen muss.

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Das Buch „ Der Mädchenflüsterer „ wurde von Eva Fürst geschrieben und ist im blanvalet Verlag erschienen.

Hauptprotagonistin ist die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger, die arbeitsmäßig zwischen den Kliniken Chemnitz, Zwickau und Leipzig hin und her pendelt.

Der Hund eines Spaziergängers findet in der Nähe von Eibenstock in einem Wald Knochenreste. Schon bald ist klar, dass es sich um menschliche Knochen handelt und diese nicht nur einem Körper zu zuordnen sind. Diese Knochen landen bei Maja Heuberger auf dem Seziertisch.

Zur selben Zeit bekommt eine Frau einen Brief, der von ihrer verschwundenen Tochter geschrieben wurde und die ihre Mutter darin um Hilfe anfleht.

Doch bei diesem einen Brief bleibt es nicht, auch andere Eltern lange vermisster Mädchen erhalten einen Brief von ihren Töchtern. Leben diese Mädchen etwa noch und werden gefangen gehalten? Zu wem gehören die gefundenen Knochen aus dem Wald?

Maja, deren Tochter selbst vor Jahren verschwunden ist und nie gefunden wurde, macht diesen Fall zu ihrem Persönlichen und setzt alles daran, den Mörder der Mädchen zu fassen. An ihrer Seite hat sie dabei den Kriminaloberkommissar Andreas Melzer und ihren langjährigen Freund Peter, der schon mal im Alleingang ermittelt und sich dabei selbst in Gefahr bringt. Denn er sieht Zusammenhänge, die die Polizei nicht erkennt.

Eva Fürst hat als Handlungsort ihre Heimat gewählt – das Erzgebirge. Schon dadurch hat dieses Buch mein Interesse geweckt, denn auch ich lebe im Erzgebirge. So waren mir die Orte, an denen die Knochen gefunden wurden vertraut, ebenso die beschriebenen Straßen und Autobahnen sowie das Klinikum Chemnitz und die Universität. Das war natürlich ein großer Heimvorteil für mich, wusste ich so doch genau, wo die Handlung gerade statt fand und die Vorstellung in meinem Kopf dazu war ein leichtes.

Maja als Hauptprotagonistin war gut durchdacht und ausführlich beschrieben. Sie hatte zwar in ihrem Handeln nicht immer meine Zustimmung, vor allem was den Umgang mit Männern in ihrem Umfeld oder ihr kleines Alkoholproblem betraf, aber ich fand sie dennoch sympathisch – im Gegenzug zu ihrem Freund Peter. Dieser ist ein sehr spezieller Typ, entweder man liebt ihn oder will ihn am liebsten von hinten sehen. Mir ging er ziemlich oft auf die Nerven.

Die Handlung hätte meiner Meinung nach mehr Spannung in den ersten zwei Drittel des Buches vertragen können. Im letzten Drittel überschlugen sich dafür die Ereignisse und man fieberte nur noch der Auflösung des Falles entgegen. Da war an ein Weglegen des Buches nicht mehr zu denken. Lange Zeit fühlte ich mich ziemlich sicher, was meinen Verdacht bezüglich des Täters anging. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Das Ende ist nicht vorher zu sehen. Hier hätte ich mir doch den einen oder anderen kleinen Hinweis auf den wahren Täter gewünscht.

Man möchte ja schließlich mit rätseln bei einem ….. … guten Krimi. Auf dem Cover steht zwar das Genre Psychothriller, allerdings finde ich das Genre bei diesem Buch nicht passend.

Im Ganzen hat mit das Buch aber gefallen, schon allein wegen des Lokalkolorits und des Schreibstils der Autorin, der das Buch zu einer leicht lesbaren Lektüre macht. Es wird nicht mein letztes Buch von Eva Fürst sein.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Lupen.

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Follow Friday 25.09.2015

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Follow Friday ist eine Aktion, die von Sonja  mit ihrem Blog A Bookshell Full of Sunshine ins Leben gerufen wurde. Es geht einfach darum, neue Blogs kennen zu lernen und sich mit ihnen zu vernetzen. Klickt doch einfach oben auf den Link und schaut euch die Regeln an, vielleicht habt ihr ja auch Lust dabei zu sein.

Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:

In vier Wochen ist Buchmesse! Wer geht hin, was habt ihr vor?
Leider ist es mir aufgrund der Entfernung nicht möglich, auf die Frankfurter Buchmesse zu gehen, was ich sehr bedaure. Dieses Jahr war ich zum ersten mal auf der Leipziger Buchmesse und ich bin auch nächstes Jahr wieder dort, denn es war grandios. Die Füße taten zwar weh, der Kopf hat gebrummt, aber es hat sich mehr als gelohnt und ist ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
Wer geht von Euch auf die Frankfurter Buchmesse? Schlendert ihr da nur so durch oder besucht ihr auch Lesungen und Autorenstunden? 
Liebe Grüße
                             Eure Yvonne
 

„Das gute Kind“ – von Helge Thielking

Das gute Kind
Taschenbuch:
320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2015 (13. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404172140
ISBN-13: 978-3404172146
Preis: 9,99€

Vor 18 Jahren erschütterte der Mord an einer Mutter und ihrer wenige Monate alten Tochter die Öffentlichkeit. In einem Indizienprozess wurde der mutmaßliche Mörder zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Fast zwei Jahrzehnte später steht eine junge Frau vor der Tür der suspendierten Kriminalkommissarin Femke Sundermann und behauptet, das Baby von damals zu sein. Woher kommt die mysteriöse Frau? Sagt sie die Wahrheit? Entgegen aller Ratschläge rollt Femke den abgeschlossen geglaubten Kriminalfall wieder auf. Die Entdeckungen sind so unglaublich, dass dafür mehrere Menschen mit dem Leben bezahlen müssen …

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Die Kommissarin Femke Sundermann wurde aufgrund eines tragischen Unfalls, bei dem sie ihren Sohn Paul verloren hat, vom Dienst suspendiert. Doch eines Abends taucht eine junge Frau bei ihr auf, die behauptet, das eigentlich vor 18 Jahren für tot erklärte Baby Lena ihrer besten Freundin Anja zu sein, die ebenfalls entweder tot ist oder zumindest verschwunden, da die Leichen nie gefunden wurden.

In einem ziemlich schnellen Indizienprozess wurde damals der Lebensgefährte von Anja und Vater des Kindes Lena, Bernd Noack, wegen Mordes verurteilt. Wer also ist die junge Frau, die die Hilfe von Femke nach ihrer wahren Identität sucht?

Femke rollt den 18 Jahre zurückliegenden Fall wieder auf, allerdings stößt sie in den eigenen Polizeikreisen dabei auf Gegenwehr. Wurde etwas vertuscht vor 18 Jahren? Warum schwieg Bernd Noack damals vor Gericht und dann später auch in der Haftanstalt zum Verbleib von Anja und dem Baby?

Femke muss sich nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander setzen, um den Fall endlich zu den Akten legen zu können und die langersehnte Antwort zu bekommen, was damals mit ihrer besten Freundin Anja und dem Baby passiert ist. Am Ende erfährt sie eine Wahrheit, die schlimmer nicht sein kann und den Titel des Buches mehr als rechtfertigt.

Das Buch „ Das gute Kind“ wurde von Helge Thielking geschrieben und erschien im August 2015 im Bastei Lübbe Verlag. Den Autor kannte ich vorher nicht, Klappentext und Cover sprachen mich aber sehr an. Leider hat das Cover mit dem toten Vogel so rein gar nichts mit der Handlung zu tun, was ich sehr schade finde.

In die Handlung habe ich sehr schnell gefunden und die Hauptprotagonistin wurde vom Autor gut ausgearbeitet. Sympathie konnte ich dennoch nur bedingt für sie empfinden, da ihr Tun und Handeln manchmal weitab der Norm war und sie nicht nur sich, sondern auch andere Personen so in Schwierigkeiten gebracht hat.

Der  Spannungsaufbau steigert sich von Kapitel zu Kapitel immer mehr und endet hier in einem finalen Showdown, den ich so nicht erwartet hätte und den man auch nicht erahnen konnte. Das Buch war sehr fesselnd geschrieben, der Schreibstil des Autors ist für den Leser sehr angenehm. Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da ich der Auflösung entgegen fieberte.

Insgesamt ist das Buch ein lohnenswertes Lesevergnügen mit einer etwas speziellen Hauptprotagonistin und einer gut durchdachten Handlung, die in einem überraschenden Finale endet.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Lupen.

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Follow Friday 1

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Follow Friday ist eine Aktion, die von Sonja  mit ihrem Blog A Bookshell Full of Sunshine ins Leben gerufen wurde. Es geht einfach darum, neue Blogs kennen zu lernen und sich mit ihnen zu vernetzen. Klickt doch einfach oben auf den Link und schaut euch die Regeln an, vielleicht habt ihr ja auch Lust dabei zu sein.

Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:

Was lest ihr gerade und was hat eurer Charakter an. Oder wisst ihr das vielleicht gar nicht? Mögt ihr es, wenn Autoren Outfits beschreiben, oder könnt ihr drauf verzichten?
der Mädchenflüsterer

Ich lese gerade unter anderem das Buch “ Der Mädchenflüsterer“ von Eva Fürst.

Die Hauptprotagonistin ist die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger, die arbeitsmäßig zwischen Leipzig, Zwickau und Chemnitz hin und herpendelt, was ich total genial bei dem Buch finde, da ich zwischen Zwickau und Chemnitz wohne……aber das nur nebenbei.
Explizit wird in dem Buch hier  nicht beschrieben, was Maja an Kleidung trägt. Und ich finde das generell eigentlich nebensächlich. Ist es für die Handlung eines Buches wichtig, was ein Protagonist so an hat ( oder vielleicht auch nicht ), ist es in Ordnung und gehört ja dann auch dazu, wenn es der Autor beschreibt.
Um die Seiten eines Buches zu füllen, kann ich aber sehr gern darauf verzichten. Die Phantasie des Lesers soll ja auch noch was zu tun haben.
Ich gehe aber davon aus, dass für den Beruf des Rechtsmediziners schon eine Arbeitskleidung vorgeschrieben ist, zumindest jedenfalls ein weißer Kittel.
Wie ist es bei Euch? Interessiert euch das Outfit der Protagonisten oder macht ihr euch da lieber selbst ein Bild im Kopf?
Hinterlasst doch einfach einen kleinen Kommentar.
Herzliche Grüße
Eure Yvonne

„Blutschwur“ – von Stefanie Mühlsteph

Blutschwur
Broschiert:
382 Seiten
Verlag: Low, Torsten (13. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940036234
ISBN-13: 978-3940036230
Preis: 13,90€

Cathrin ist Geschichtsstudentin und glaubt nur an das, was sie sieht und historisch belegt werden kann. Als ihr Hund brutal umgebracht und sie von zwei merkwürdigen Männern mit Schwertern gerettet wird, begreift sie, dass ihre Welt nicht so ist, wie sie zu wissen glaubt. Denn seit Jahrhunderten tobt ein Krieg. Die unsterblichen Kresniks kämpfen gegen ihre blutrünstigen Brüder, um die Auferstehung ihres Schöpfers zu verhindern. Cathrin schlittert unfreiwillig in diesen Kampf hinein. Sie ist der Schlüssel, weil sie am entsetzlichsten Tag ihres Lebens überlebte. So muss sie nicht nur lernen mit einem Schwert umzugehen, sondern auch ihre Emotionen im Zaun zu halten, denn die Kudlaks haben einen gefürchteten, gewissenlosen Anführer, der seinem Herren treu ergeben ist. Und er wird vor nichts und niemandem Halt machen, um sein Ziel zu erreichen … Nicht einmal vor Cathrins Liebsten. Ein Urban Fantasy Roman von der Autorin von NERDIKON und TECHNIKGIRL.

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Mit dem Buch „Blutschwur – die Söhne des Drachen“ hab ich mich zum ersten Mal in das Genre der Urbanfantasy und die Welt der Vampire gewagt.

Das Buch wurde von Stefanie Mühlsteph geschrieben und erschien im Verlag Torsten Low. Vielen Dank an Torsten Low für die schnelle und unkomplizierte Zusendung des Buches, ein sehr empfehlenswerter Verlag.
Es geht in diesem Buch um die Geschichtsstudentin Cathrin, die nichts ahnend eigentlich für den Erhalt der Welt, so wie wir sie kennen, verantwortlich ist. Das dumme ist nur, sie weiß das ( noch ) nicht. Es geschehen aber merkwürdige Dinge um sie herum und sie kommt sich irgendwie beobachtet vor. Dann öffnet sich nach der grausamen Ermordung ihres geliebten Hundes eine ganz neue Welt für sie, in der ein Jahrhunderte dauernder langer Krieg tobt – der zwischen Kresniks und ihren Brüdern, den Kudlaks, die mit Hilfe von Cathrins Blut ihren großen Schöpfer wieder zum Leben erwecken wollen.

So wird Cathrin von den Kresniks, allen voran Richard, beschützt, damit sie nicht in die Hände der Kudlaks gerät. Ein großer Krieger der Kudlaks ist Matthew und dieser ist gleichzeitig der Bruder von Richard. Also steht Cathrin nicht nur einfach mal so zwischen den Fronten, sondern ist auch noch Teil einer persönlichen Fehde zwischen den zwei Vampiren. Dieses hat natürlich ungeahnte Ausmaße auf das Umfeld von Cathrin, denn an ein normales Leben ist nun nicht mehr zu denken. Außer ihr weiß ja auch keiner von der Anwesenheit der Strigoi – Vampire wollen sie nicht gern genannt werden.

Cathrin gerät also in einen Strudel dieses Kampfes zwischen Kresniks und Kudlaks und im Laufe der Handlung offenbaren sich einige Überraschungen, wer denn alles noch so unter dem Deckmantel der „normalen Menschen“ eigentlich zu den Strigoi gehört. Und dann ist da auch noch die Liebe…mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Nachdem ich mich anfangs etwas schwer getan habe, in das Buch hinein zu finden, lies es sich dann doch noch gut lesen und Cathrin als Hauptprotagonistin fand ich durchaus sympathisch. Sie war zwar manchmal etwas neben der Spur, aber wer wäre das nicht, wenn er wüsste, er oder sie wäre die Rettung der Menschheit. Da kann man schon mal kopflos los marschieren. Mit den ganzen Namen der Strigoi hatte ich allerdings so meine Not, ich konnte anfangs nicht mal die Guten von den Bösen unterscheiden. Dies werte ich aber nicht negativ, weil mir da wohl einfach die „Vampir-Erfahrung“ fehlt……grins

Stefanie Mühlsteph hat für mein geschichtliches Verständnis, was Strigoi betrifft, gut recherchiert. Der Leser erfährt einiges an historischem Hintergrundwissen. Zugute kommt hier, dass die Hauptprotagonistin Geschichtsstudentin ist und man so diese Informationen gut in die Handlung einfließen lassen konnte. Für mich war das trotzdem eher nebensächlich, mir ging es in erster Linie um die Handlung im Buch. Die entsprechenden Passagen habe ich eher überflogen.

Spannend war das Buch dennoch aufgebaut, von der ersten bis zur letzten Seite. Zumal es nicht wie sonst a la „Twilight“ vordergründig um eine Beziehung zwischen Mensch und Vampir geht. Das fand ich sehr gelungen. Dennoch waren auch hier Gefühle und Romantik vorhanden, nur eben wohl dosiert.

Der Schluss des Buches hat mich etwas überrascht, war aber total gelungen, wie so manch andere unerwartete Wendung auch. Meinen Ausflug in die Welt dieses Genre hab ich also in keinster Weise bereut, ich wurde durchweg positiv überrascht.

Das Buch erhält daher von mir 4 von 5 Lupen.

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