„Hundeherz“ – Christiane Sadlo

Hundeherz
Taschenbuch:
352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100666
ISBN-13: 978-3734100666
Preis: 8,99€

Leo würde einfach alles für Dora tun. Denn seit sein Frauchen ihn als Welpen aus einem Müllcontainer rettete, kennt der kleine Terrier mit dem Herzen eines Löwen nur ein Ziel: Dora glücklich zu sehen. Zu dumm, dass sie ganz unter der Fuchtel ihrer dominanten Mutter steht – und dass diese ständig versucht, sich in Doras Liebesleben einzumischen. Doch als Doras große Liebe Jochen sie verlässt, weiß Leo, dass es höchste Zeit ist, die Dinge selbst in die Pfote zu nehmen. Und wenn es bedeutet, sämtliche Waffen eines Hundes zu ziehen, um seinem Frauchen doch noch zu ihrem Traumprinz zu verhelfen …

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„Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes,
er ist schneller und gründlicher als ich.“
(
Fürst Bismarck)

Irgendwie trifft das hier auch für Leo zu, den kleinen Terrier von Dora. Denn dieser weiß ganz genau, was Dora in ihrem Leben zum Glücklich sein braucht und wer in Doras Umfeld seinem Frauchen gut tut und wer nicht. So lässt er sich eine ganze Menge einfallen, um Dora zu ihrem Glück zu verhelfen und gerät dabei nicht nur einmal in Gefahr. ……aber der Reihe nach.

Dora wurde gerade von ihrem Freund Jochen verlassen, der es endgültig satt hat, dass sich Doras Mutter Helena so in das Leben ihrer Tochter einmischt. Weil der Mutter angeblich mal wieder ihre Bandscheibe schmerzt, lässt Dora den geplanten Urlaub nach Florenz mit Jochen sausen, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Diese hat den Blumenhändler Jochen noch nie als standesgemäß für ihre Tochter empfunden, aber den für sie richtigen und vorzeigbaren Mann schon parat….. ihren jungen Hausarzt Dr. Marc Bergmann. Also wird manipuliert und intrigiert, um ans gewünschte Ziel zu kommen. Nur hat Helena die Rechnung ohne den gewitzten Leo gemacht, der alles daran setzt, dass Jochen und Dora wieder ein Paar werden. Nur sieht es trotz aller Bemühungen gar nicht danach aus…..

Das Buch „Hundeherz“ von Christiane Sadlo ist ein herrlich unterhaltsamer Roman, den man zwar nicht ernst nehmen sollte, aber ein Fünkchen Wahrheit ist auch hier dabei. Die Hundeliebhaber wissen schon, was ich meine.

Aus den Perspektiven von Dora, Helena und dem kleinen Terrier Leo abwechselnd erzählt, kommt man als Leser hier oft zum Schmunzeln, vor allem bei Leo´s Passagen. Die Entwicklung der Handlung ist schon vorhersehbar, aber das macht hier wirklich nichts, weil ein paar unverhoffte Wendungen dennoch dabei sind und ich ein unverhofftes Ende auch nicht erwartet hatte bei diesem Buch. Dazu lässt sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen.

Am sympathischsten finde ich in dem Buch Jochen und den Hund Leo. Marc ist zwar ein echt lieber Kerl, aber taugt als Mann nur bedingt, denn welche emanzipierte möchte einen Mann an ihrer Seite haben, der zu allem Ja und Amen sagt? Dora hätte ich am liebsten des Öfteren mit dem Kopf gegen die Wand…….damit sie endlich aufwacht. Wie naiv kann eine erwachsene Frau eigentlich sein? Am Anfang ging mir das mächtig auf die Nerven, wie sie sich hat herum kommandieren lassen von ihrer egomanischen Mutter. Dabei ist sie erstens intelligent und zweitens hat sie eigentlich eine genaue Vorstellung von ihrem Leben und dem, was sie tun möchte. Sie muss es nur mal umsetzen. Zum Glück beginnt auch hier eine Wandlung und Dora entwickelt endlich mal Selbständigkeit und lässt sich auch von ihrer Mutter nicht mehr alles gefallen, was sie mir dann doch liebenswert macht als Protagonistin. Helena kann einen nur leid tun. Klammert sich an ihr Kind, weil sie Angst vor dem Allein sein hat und merkt nicht, dass sie damit genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie eigentlich wollte. Als Figur finde ich sie aber gut ausgearbeitet, denn in der Realität wird es bei manchen Mutter/Kind Beziehungen nicht viel anders aussehen – egal, ob Tochter oder Sohn.

Fazit:

Wer sich gut unterhalten möchte ohne Tiefsinn und übermäßige Spannung, dazu etwas fern von der Realität, sollte bei diesem Buch zugreifen. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und es war eine leichte Lektüre zwischendurch. Für Hundeliebhaber sehr zu empfehlen.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Lupen.

4Lupen

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„Northern Gothic“ – von Andreas Gruber

Northern Gothic

Broschiert: 344 Seiten
Verlag: Luzifer-Verlag (31. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958350771
ISBN-13: 978-3958350779
Preis:  12,99€

Fiebern Sie mit, im Wahnsinn einer Irrenanstalt der 50er Jahre oder einer Horror-Klinik in Dresden – begleiten Sie Sheriff Wyatt Earp im Kampf gegen Zombies und blicken Sie in einem verfallenen Bahnwärterhaus in einen unheimlichen Spiegel. Erfahren Sie, wie man eine tödliche Liebesnacht mit älteren Damen einfädelt und mit einem Mikrowellenherd mordet. Was passiert, wenn der Komponist Richard Wagner in Paris auf Edgar Allan Poe trifft? Begleiten Sie Sherlock Holmes und Dr. Watson bei der Lösung ihres kniffligsten Falls – oder werden die beiden diesmal scheitern? Bei Andreas Gruber ist alles möglich! (»Grubers Stil ist rasant, komplex und sorgt immer wieder für überraschende Wendungen.« – Sebastian Fitzek)

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„Northern Gothic“…….das sind 13 spannende, unterhaltsame, gruselige, eklige, schauerliche und vielseitige Kurzgeschichten aus der Feder von Andreas Gruber. Wer Gruber kennt, der weiß: Wo Gruber drauf steht, ist auch Gruber drin……grins. Und so war es dann auch. Obwohl ich bis dato noch keine Kurzgeschichten gelesen habe und nicht Fan dieser Art bin, konnte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen.

Irgendwie ist dann für jeden was dabei in diesem Buch. Ob Horror, Thriller, Mystic oder Wilder Westen, es kommt jeder Leser auf seine Kosten. Da sind einige Geschichten, die kurz und knackig geschrieben sind, aber auch längere Stories dabei, aus denen man gut und gern einen eigenen Roman hätte machen können. Aber dann wär´s ja keine Kurzgeschichte mehr gewesen.

Andreas Gruber schreibt spannend, unheimlich spannend, mit Wendungen, die einen verblüffen und mit offenem Mund zurück lassen. Manchmal ist ein Ende vorhersehbar, oft aber eben nicht. Der Leser darf hier gern sein eigenes Kopfkino einsetzen.

Einige Geschichten sind brutal geschrieben, nichts für Zartbesaitete. Aber das kenne ich ja von ihm.

Dazu gibt es vor jeder Story im Buch von Andreas Gruber ein kurzes Vorwort, wie es zu der jeweiligen Geschichte kam. Aber was hier Realität oder Fiktion ist, selbst da lässt Andreas Gruber seine Leser im Ungewissen. Ich sage nur ….KELLER…..

Fazit: Wer die Bücher von Andreas Gruber mag, kommt an diesem hier nicht vorbei.

Vielen Dank an den Luzifer Verlag für das Freiexemplar. Mit Andreas Gruber habt ihr euch einen großartigen deutschsprachigen Schriftsteller ins Haus geholt.

Das Buch „Northern Gothic“ bekommt von mir 5 von 5 Lupen.

5Lupen

Blogtour Tag 6 „Engelsgleich“ von Martin Krist

Heute ist der 6. und letzte Tag unserer Blogtour zum Buch „Engelsgleich“ von Martin Krist. Bei Susanne von Literaturschock gibt es einen Videogruß von Martin…….
schaut ihn euch an und dann habt ihr auch das letzte Wort für den Lösungssatz, um am Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem ihr folgendes gewinnen könnt:

gewinnspiel

ein Paket aus drei signierten Romanen (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich) und  die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub), dreimal Engelsgleich signiert, je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese signiert

Teilnahmebedingungen:

♦ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
♦ keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg
♦ Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
♦ keine Barauszahlung der Gewinne

Schickt dann den Lösungssatz einfach an die Mailadresse von Martin Krist, die bei Susanne auf Literaturschock angegeben ist.

Viel Glück wünsche ich Allen!

Lasst doch einen kleinen Kommentar hier, wie euch die Blogtour insgesamt gefallen hat, ich würde mich sehr darüber freuen.

Tag 5 der Blogtour „Engelsgleich“ von Martin Krist

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Heute macht die Blogtour bei mir Halt. Im Thriller „Engelsgleich“ von Martin Krist geht es ja unter anderem um die verschwundene Merle, ein Pflegekind von Juliane Kluge, die sich verzweifelt und ziemlich allein gelassen von Verwandtschaft und Polizei, auf die Suche nach ihrer Pflegetochter Merle begibt. Gut, hier ist es ein Roman und somit eine fiktive Geschichte. Aber wie sieht es in der Realität in Deutschland aus?

In Deutschland werden aktuell  circa 3000 Kinder und Jugendliche vermisst. Hier nicht eingerechnet sind die sogenannten „Ausreißer“, also Minderjährige, die freiwillig, meist aufgrund familiärer Differenzen, ihren gewohnten Lebenskreis verlassen. Diese tauchen in der Regel  sehr schnell wieder auf.
Im Jahr 2014 wurden 7161 Kinder ( bis 14 Jahre ) als vermisst registriert. Davon wurden bis April 2015 6958 Fälle aufgeklärt ( Quelle: BKA.de ). Man sieht also, dass es sich bei den meisten vermissten Kindern tatsächlich nur um „Ausreißer“ handelt – zum Glück. Bei dem verbliebenen Teil der Kinder ist dann leider zu befürchten, dass sie Opfer einer Straftat oder eines Unglücksfalles wurden und nicht mehr am Leben sind.

Was unternimmt nun die Polizei, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher als vermisst gemeldet wird?
Grundsätzlich geht die Polizei  dann erst einmal von Gefahr für Leib und Leben aus.
Sobald eine Vermisstenanzeige für ein Kind vorliegt, agiert die Polizei sofort mit einer teils groß angelegten Suchmaßnahme. Die Bereitschaftspolizei sowie  Bundesgrenzschutz und lokale Rettungsdienste kommen zum Einsatz. Dazu eventuell Hubschrauber  mit Wärmebildkameras und Hundesuchstaffeln. Dabei sind die ersten  24 Stunden nach der Vermisstenmeldung entscheidend. Denn wird das Kind nach dieser Zeit nicht gefunden, sinkt die Chance rapide, das Kind dann noch unversehrt und gesund zu finden und man muss zwangsläufig von einem Verbrechen ausgehen.

Im Buch „Engelsgleich“ ist ja nicht nur Merle verschwunden, sondern mindestens 11 weitere Kinder, die dann ermordet auf einem Fabrikgelände gefunden wurden. Martin Krist hat für seinen Roman ausführlich zum Thema „Pädophile in Großstädten“ recherchiert und mir seine Ergebnisse zur Verfügung gestellt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Martin Krist über seineEngelsgleich

Recherchen zu »Engelsgleich«

»Engelsgleich« ist ein Roman. Ein Roman ist Fiktion. Die Personen, Ereignisse und Dialoge entstammen der Fantasie des Autors. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Ereignissen, lebenden oder toten Personen sind zufällig. »Wahr ist jedoch, dass es in deutschen Großstädten Pädo-Kreise gibt«, sagt Martin Krist. »Meinem Thriller, der von diesen Pädo-Kreisen handelt, sind mehrere Wochen intensiver Recherche vorausgegangen.«

Pädophile Männer haben die Wahl: Der Sextourismus führt sie oftmals in die Dritte Welt, wo sie straffrei für ihre Taten bleiben, doch seit dem Fall des Eisernen Vorhangs brauchen Männer mit dem Wunsch nach »Frischfleisch«, wie sie die kleinen Kinder nennen, nicht unbedingt mehr in die Ferne zu schweifen. Vor allem in den osteuropäischen Grenzstaaten zu Deutschland, in Polen und Tschechien, entwickelt sich eine von Zuhältern und Gewalt geprägte Szene, in der die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern eine immer größere Rolle spielt. Kinderprostitution geht dort meist auch mit Menschen- und Kinderhandel sowie Kinderpornographie einher.

Pädosexuelle Männer können sich aber auch in Deutschland jederzeit bedienen. In nahezu jeder Großstadt gibt es für sogenannte »Girl-Lover« einen Babystrich: Mädchen, die beispielsweise wegen Drogenproblemen der Prostitution nachgehen. Manchmal werden auf diesem Babystrich auch die »Boy-Lover« oder Päderasten, also Männer, die minderjährige Jungen bevorzugen, von den Kinderhändlern oder Zuhältern bedient, doch insgesamt weist die Prostitution mit minderjährigen Jungen Unterschiede zu der mit Mädchen auf.

»Boy-Lover« tummeln sich in einer speziellen Szene, die perfider und eingespielter nicht funktionieren könnte und Schuld daran trägt, dass junge Ausreißer, sogenannte Trebegänger, über kurz oder lang in die Prostitution abrutschen und sich anschließend bis zum Erreichen der Volljährigkeit oder wenige Jahre darüber hinaus als Stricher verdingen.

Die Szene funktioniert nach folgendem Prinzip: Die Männer treiben sich in Einrichtungen der Jugendhilfe genauso wie in Einkaufszentren, Schwimmbädern, auf Abenteuerspielplätzen sowie, noch viel häufiger, an Bahnhöfen, U- und S-Bahnstationen herum. Diese Szene bewegt sich in sehr verdeckten Zonen. Sozialarbeiter, die sich um junge Ausreißer kümmern, beobachten solche Leute in Kaufhäusern, wo sie in den Spielzeugabteilungen die Jungen ansprechen. Dort kommen gerade sehr junge Obdachlose, Ausreißer und Trebegänger schnell mit diesen Männern in Kontakt.

In den Beratungsstellen für Stricher werden solche Männer auch »Frischfleischjäger« genannt. Es sind Männer, die zu unüblichen Zeiten unterwegs sind – vormittags, während der Schulzeit oder abends, wenn Jungen in dem gesuchten Alter üblicherweise in der Schule oder zu Hause sind. Manchmal warten diese Männer bis zu zehn oder zwölf Stunden. Sie kennen die Körpersprache ganz genau, anhand derer deutlich wird, dass es sich bei den Jungen um Wegläufer handelt und es ihnen schlecht geht. Haben die Männer einen solchen Jungen gefunden, gehen sie zielgerichtet auf ihn zu und sprechen ihn an: »Geht’s dir schlecht? Komm, ich weiß, wo du pennen kannst!«

»Wenn ein Junge merkt, dass du dich um ihn kümmerst, wirst du ihn nicht mehr los«, so die Sozialarbeiter. Das wissen auch die Frischfleischjäger. Jungen, die auf sie hereinfallen, sind emotional ausgetrocknet, haben zu Hause keine Vaterfigur, wachsen ohne Väter auf oder mit solchen, von denen sie geschlagen werden. Sie suchen nach Zuwendung und emotionaler Geborgenheit, sie wollen ernst genommen werden, mit jemandem reden. Meist entsteht zwischen dem Mann und dem Kind tatsächlich so etwas wie eine Beziehung. Sozialarbeiter beschreiben es so: »Viele [der Kinder, Anmerk. d. Aut.] bekommen ein eigenes Zimmer mit Computer zur Verfügung gestellt und den Haustürschlüssel in die Hand gedrückt.«

Die Beziehung der Jungen zu diesen Männern ist in der Regel durch sexuelle Dienstleistungen gekennzeichnet, die mit materiellen und emotionalen Zuwendungen entlohnt werden. Damit erhalten diese Beziehungen bereits einen deutlich prostitutiven Charakter.

Die Jungen sehen das meistens jedoch gar nicht so. Schließlich wissen die Männer, in deren Obhut sie sich befinden, ihre wahren Motive geschickt zu verschleiern. Manche ziehen die antike Mythologie zur Rechtfertigung der Beziehung heran, die Weisungsgabe auf den Jugendlichen, sehen sich als Mentoren, die sich darum kümmern, die Jungen aus einer schlechten Situation herauszuholen und sie zu fördern. Standardsatz: »Ich mache das doch nur aus Liebe für dich!«

Dafür spricht, dass die Jungen sich tatsächlich nicht als Stricher an einschlägigen Treffpunkten, den sogenannte Klappen, verdingen müssen. Die Männer, die sich deswegen auch nicht Freier nennen, wollen ganz klar von denen distanziert werden, die sich in der Stricherszene Jungen besorgen. »Das, was die machen, ist schmutziger Sex gegen Geld«, so ein Mann im Internetchat. »Das was wir machen, ist idealisierte Liebe.«

Andere wiederum geben sich als Sozialfreier aus, doch auch das sei am Ende »immer nur ein Tauschgeschäft«, stellen die Sozialarbeiter klar. »Ich möchte solchen Freiern noch nicht einmal das bewusste Motiv unterstellen; manchmal sind ihre Forderungen auch nur unbewusst: ›Wenn ich dir helfe, habe ich auch eine Gegenleistung verdient. Und folgendermaßen stelle ich mir das vor: …‹ Das ist der Moment, an dem es kritisch wird. Die Vorstellungen desjenigen, dem geholfen werden soll und der es vielleicht gar nicht selbst will, sind in der Regel ganz andere als die des Freiers.«

Vergessen werden darf auch nicht, dass die Jungen mit ihren elf, zwölf oder dreizehn Jahren minderjährig sind und ihre Notsituation – Obdachlosigkeit, Geldmangel, Hilflosigkeit – schamlos ausgenutzt wird. »Da gibt es seltsame Verstrickungen, wenn zum Beispiel der Mann mit dem Jungen plötzlich in dessen Familie auftaucht und er dann Jugendamtsangelegenheiten regeln kann«, berichten Sozialarbeiter. »Manchmal geht das Verhältnis zu einem Jungen so weit, dass dieser den Tag über bei dem Pädophilen verbringt und nachts bei seiner Familie übernachtet. »Da geschehen so viel Verstrickungen, dass der Junge am Ende gar nicht mehr weiß, wo er sich befindet, was er eigentlich sucht und was er geben muss, um das zu bekommen, was er eigentlich haben will.«

Früher gab es sogar Kneipen, in denen sich pädosexuelle Männer ganz offen mit ihrem Frischfleisch trafen und die Jungen sogar untereinander austauschten. Mit der zunehmend restriktiven Verfolgung durch die Justiz und der Verbreitung des dank seiner Anonymität für solche Zwecke hervorragend geeigneten Internets hat sich die Szene zwar nicht aufgelöst, jedoch weg von bekannten Treffpunkten verlagert. Jetzt kommunizieren die Männer mittels Handy oder Internet und reichen die Jungen in informellen Zirkeln weiter. »Heftig, was sich da herumtreibt«, erklärt ein Streetworker, der Zugang zur Szene hat und deshalb lieber ungenannt bleiben möchte. »Faschos, Kinderpornoproduzenten, Polizisten – da könnte ich reinschlagen!«

Es gelingt nur selten, die Kids aus diesen Kreisen zu befreien, und zwar nicht, weil der Druck der Männer so stark ist. Die Sozialarbeiter bedauern: »Öffentliche Jugendhilfe kann dem Jungen nichts von dem bieten, was der pädosexuelle Freier ihm bietet: die tollste Jeans, eine PlayStation, 50 Euro am Tag. Dieser Junge ist nicht mit Worten, nicht mit Taten herauszuholen. Selbst mit Gewalt kriegen wir den Jungen nicht heraus; er wird immer wieder zu dem Mann zurückkehren. Trotzdem: Der seelische und der körperliche Schaden, den ein Junge erleidet, der in solchen Pädo-Kreisen gefangen ist, ist nicht wiedergutzumachen. Deshalb wissen wir: Wenn, dann muss vorher etwas passieren, damit die Jungen erst gar nicht in die Kreise hineingeraten.«

Einmal in der Szene gefangen, ist das weitere Schicksal der Jungen meist vorbestimmt: Mit vierzehn, fünfzehn oder sechzehn Jahren, mit der Pubertät, in der sie für die Frischfleisch-Connoisseure uninteressant werden, nehmen jüngere Kids ihren Platz ein. Die Männer – idealisierte Liebe hin, Sozialfreier her – werden sie fallen lassen, quasi in die offene Szene an den Bahnhöfen spucken, wo sie sich anschließend als Stricher verdingen.


An dieser Stelle möchte ich mich bei Martin Krist und dem Ullstein Verlag sehr herzlich bedanken, dass ich an dieser Blogtour teilnehmen durfte und für das zur Verfügung gestellte Freiexemplar. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr HIER lesen.

Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen.

Beantwortet einfach folgende Frage:
Nach welchem Zeitraum sinkt die Chance, ein vermisstes Kind zu finden rapide ab?

Antwort 1: nach 12 Stunden  – Lösungswort ist IMMER
Antwort 2: nach 24 Stunden – Lösungswort ist NIE
Antwort 3: nach 48 Stunden – Lösungswort ist OFT

Der Lösungssatz ergibt sich aus allen richtigen Lösungswörtern, die ihr in chronolog. Reihenfolge auf den teilnehmenden Blogs findet ( siehe Blogtourdaten ).

Unter allen TeilnehmerInnen , die den richtigen Lösungssatz an Susanne von Literaturschock per Mail oder als Kommentar auf ihrem Blogbeitrag zur Tour schicken, wird folgendes verlost ( Mehrfachgewinne sind ausgeschlossen):

gewinnspiel

ein Paket aus drei signierten Romanen (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich) und  die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub), dreimal Engelsgleich signiert, je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese signiert

Teilnahmebedingungen:

♦ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
♦ keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg
♦ Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
♦ keine Barauszahlung der Gewinne

Ich wünsche allen viel Glück!

Blogtourdaten:

10.08. Vorstellung des Romans und spoilerfreie Rezension auf  Karins Kindle
11.08. ein Interview mit Kommissar Kalkbrenner gibt es bei Selection books
12.08. Vor Ort in Berlin trifft sich Kielfelder mit Martin Krist
13.08. bei Books&Pride erfahrt ihr etwas über LGBTIA
14.08. die Blogtour ist bei mir zu Gast und ich berichte über Ausreißer und vermisste Kinder in Deutschland
15.08. auf Literaturschock gibt es einen Videogruß von Martin Krist sowie seine Buchtipps
17.08. Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf der Webseite des Autors

Blogtour Tag 4 „Engelsgleich“ von Martin Krist

Am 4. Tag unserer Blogtour erzählen euch Luna und Cami von Books&Pride etwas über LGBTIA. Wenn ihr wissen wollt, was sich dahinter verbirgt und was das mit dem Thriller “ Engelsgleich“ von Martin Krist zu tun hat, dann schaut auf den Blog Books&Pride .

Dort gibt es auch das 4. Lösungswort für das Gewinnspiel, bei dem ihr einen der folgenden Preise gewinnen könnt:

gewinnspiel

ein Paket aus drei signierten Romanen (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich) und  die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub), dreimal Engelsgleich signiert, je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese signiert

Teilnahmebedingungen:

♦ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
♦ keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg
♦ Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
♦ keine Barauszahlung der Gewinne

Ihr seht also es lohnt sich wirklich, auf alle Blogs zu schauen!Ich wünsche allen viel Glück!

Blogtourdaten:

10.08. Vorstellung des Romans und spoilerfreie Rezension auf  Karins Kindle
11.08. ein Interview mit Kommissar Kalkbrenner gibt es bei Selection books
12.08. Vor Ort in Berlin trifft sich Kielfelder mit Martin Krist
13.08. bei Books&Pride erfahrt ihr etwas über LGBTIA
14.08. die Blogtour ist bei mir zu Gast und ich berichte über Ausreißer und vermisste Kinder in Deutschland
15.08. auf Literaturschock gibt es einen Videogruß von Martin Krist sowie seine Buchtipps
17.08. Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf der Webseite des Autors

Morgen macht dann die Blogtour bei mir Halt und ich beschäftige mich mit dem Thema Vermisste Kinder in Deutschland

Blogtour Tag 3 „Engelsgleich“ von Martin Krist

Heute ist Tag 3 unserer Blogtour zum Thriller „Engelsgleich“ von Martin Krist und Ramona hat den sympathischen Schriftsteller bei seiner großen Morgenrunde mit Hündin Bjella begleitet…..lest hier , was er so über sich verraten hat

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Auf dem Kielfelder Blog findet ihr natürlich auch das 3. Lösungswort für das Gewinnspiel, bei dem es so tolle Preise gibt:

ein Paket aus drei signierten Romanen (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich) und  die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub), dreimal Engelsgleich signiert, je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese signiert

Teilnahmebedingungen:

♦ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
♦ keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg
♦ Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
♦ keine Barauszahlung der Gewinne

Ich wünsche allen viel Glück!

Blogtour Tag 2 „Engelsgleich“ von Martin Krist

Am 2. Tag unserer Blogtour zum Thriller “ Engelsgleich“ von Martin Krist hat Na La ein spannendes Interview mit Hauptkommissar Paul Kalkbrenner und Markus Kühn geführt……aber lest selbst  einfach hier klicken

Paul Kalkbrenner          Engelsgleich      David Gross

Auf Na La´s Blog findet ihr auch das 2. gesuchte Lösungswort für das Gewinnspiel, bei dem ihr folgendes gewinnen könnt:

ein Paket aus drei signierten Romanen (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich) und  die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub), 
dreimal Engelsgleich signiert, 
je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese signiert
Teilnahmebedingungen:

♦ Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
♦ keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg
♦ Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
♦ keine Barauszahlung der Gewinne

Ich wünsche allen viel Glück!