„nebel über emden“ – von Dietmar Cuntz

Nebel über Emden

Verlag: Brighton Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958760384
ISBN-13: 978-3958760387
Preis: 15,90€

Eine Antwort konnte er nicht geben, weil er die Frage nicht verstand. Lea Schwarz versuchte zu helfen. Sie blickte ihren Sohn an und sagte „Kran-ken-haus“. Dabei sprach sie das Wort gedehnt, unter Betonung jeder Silbe. Er konnte mit dem Wort „Krankenhaus“ nichts anfangen. Pepe Socz gab er einen Plastiklöwen, behielt selbst ein Plastikpferd. Ralf Schwarz zeigte sich beim Umgang mit den Figuren sehr geschickt. Beim Lenken des Pferdes rief er „Hopp … Hopp … Hüäh“. Dietmar Cuntz ist seit 25 Jahren als Richter am Amtsgericht in Frankfurt am Main tätig und wirkt seit einigen Jahren beratend in der Ethikkommission eines Pflegeheims. Mit seinem Mainhattan-Krimi vermischt er geschickt seine Leidenschaft für Bücher mit seinem Leben in Frankfurt.

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Das Buch „ nebel über emden“ stammt aus der Feder von Dietmar Cuntz und ist im Brighton Verlag erschienen. Mit seinen 143 Seiten ist es ein schnell gelesenes Buch. Es handelt sich um den 1. Band einer MAINhattan Krimi Reihe, mittlerweile gibt es noch 3 weitere Bände, die ebenfalls von Dietmar Cuntz geschrieben wurden.

Dietmar Cuntz ist Richter am Amtsgericht Frankfurt am Main sowie Berater in der Ethikkommission eines Pflegeheimes.

Die Handlung

Bei der Polizeiinspektion Emden geht ein anonymer Hinweis ein, dass es am hiesigen Krankenhaus einen Todesfall gegeben hat, zu dem es eine Untersuchung zur Todesursache des Patienten geben soll. Damit wird der Polizeioberkommissar Pepe Socz beauftragt. Er ist der Hauptprotagonist in diesem Buch. Zu seiner Person gibt es so viel nicht zu sagen. Er ist alleinstehend, hat aber einen Vater, den er ab und an besucht. Besonders sympathisch war er mir in seiner Figur nicht, das liegt wohl an den kaum vorhandenen Emotionen der Figur. Aber Glückskekse mag er, was ich wirklich witzig fand, denn die Sprüche waren stets treffend zur jeweiligen Situation.

Zuerst wird dem ersten Todesfall keine große Bedeutung beigemessen, schließlich ist es in einem Krankenhaus nicht ungewöhnlich, dass Patienten versterben. Doch bei diesem einen Todesfall bleibt es nicht und jedes mal wieder werden der Polizei dazu anonyme Hinweise gegeben, ja sogar der örtlichen Presse zugespielt. Wer hat ein so großes Interesse daran, dass der Ruf des Krankenhauses geschädigt wird? Und handelt es sich hier wirklich um natürliche Todesursachen oder hat da vielleicht jemand nachgeholfen?

Bei den Untersuchungen zeigt sich zumindest, dass die Aufbewahrung der Arzneimittel in den Schwesternzimmern alles andere als vorschriftsmäßig ist. Und was hat der Zimmernachbar des ersten Opfers gesehen? Im Laufe der Ermittlungen kommen einige Verdächtige in Betracht, die an einem schlechten Ruf des Krankenhauses interessiert gewesen sein könnten und Pepe Socz muss jeden einzelnen davon überprüfen………während die Zeit ihm davon rennt und noch mehr Patienten ihren Aufenthalt im Krankenhaus mit dem Leben bezahlen müssen.

Der Schreibstil

Dietmar Cuntz hat einen wirklich außergewöhnlichen Schreibstil. Zu Beginn hat mich das sehr irritiert. Die kurzen Sätze, die zumeist aus Aufzählungen bestehen, erinnerten mich sehr an Pflegeberichte aus Patientenmappen. Mit Emotionen sowie Ausschmückungen und direkter Rede wird in dem Buch sehr gespart. So fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden, es las sich einfach nicht flüssig genug  für mich. Auf eine gewisse Art und Weise war es aber genau DAS, was das Buch hier ausmacht und Dietmar Cuntz bleibt diesem Schreibstil wohl auch treu, wie ich von den Klappentexten der anderen Bände erkennen kann.

Meine Meinung

Der Brighton Verlag hat sich auf das Besondere spezialisiert, auf Bücher, die man nicht stapelweise in Großbuchhandlungen findet und deren Autoren weltbekannt sind. Hier werden Autoren gefördert, die speziell schreiben……Klasse statt Masse, aber nicht jedermanns Sache. Auch wenn mich das Buch nicht komplett überzeugt hat, vergebe ich 3 von 5 Lupen, eben weil es so speziell ist.

 3Lupen

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3 Gedanken zu “„nebel über emden“ – von Dietmar Cuntz

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