Fukushimnobyl – von Andreas Gröhl

Fukushimnobyl

Broschiert: 488 Seiten
Verlag: Monogramm Verlagsgesellschaft (8. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3945458056
ISBN-13: 978-3945458051
Preis: 13,00€

Kurz nach ihrer Einstellung im Kernkraftwerk entdeckt die junge Ingenieurin Verena Meier auf ihrem Arbeitsplatz-Computer eine Textdatei, die auf einen Fehler im Sicherheitssystem des Kernreaktors hinweist. Ihre Nachforschungen ergeben, dass diese Datei von ihrem spurlos verschwundenen Vorgänger stammt, der die zu einem GAU führenden Bedienungsschritte veröffentlichen wollte. Bei der Suche nach seiner Anleitung begibt sich Verena Meier in tödliche Gefahr …

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„Fukushimnobyl“  – Katastrophe vorprogrammiert – ist ein Roman von Andreas Gröhl und erschien in der Monogramm Verlagsgesellschaft. Das Buch umfasst 488 Seiten.

Die Story:

Die Ingenieurin Verena Meier bewirbt sich in dem Kernkraftwerk  Wesermarsch um eine freie Stelle. Obwohl sie den Job eigentlich gar nicht wollte, überzeugt sie mit Witz und solidem Grundwissen bezüglich Kernenergie und bekommt die Arbeitsstelle sofort. Da sie die alleinige Hauptverdienerin ist und ihr Mann, ein Philosoph, sich um Zwillinge kümmert, nimmt sie diese Herausforderung an.

Im KKW bemerkt sie schnell, dass ihr Vorgänger, von dem jegliches Lebenszeichen fehlt, einige brisante Entdeckungen gemacht hat, die das Sicherheitssystem in einem KKW betreffen.

Verena, ganz taff, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und hat plötzlich nicht nur ihre Kollegen und  Vorgesetzten im Nacken sitzen, die  ziemlich vehement etwas dagegen haben. Dabei geraten Verena und ihr Mann sehr schnell in große Gefahr und am Ende muss ein SUPER GAU verhindert werden, denn manch ein Angestellter ist bei weitem nicht die Person, die er vorzugeben scheint.

Nebenbei muss sich Verena aber auch mit ihrem früheren Leben in Form eines sehr hartnäckigen Verflossenen auseinander setzen. Udo Lenker entpuppt sich als Stalker und will Verena unbedingt zurück. Dabei schreckt auch er vor nichts zurück.

Der Hintergrund:

Neben Verenas Leben  geht es ebenso um die Sicherheitsfragen ein KKW betreffend. Wie sicher sind unsere deutschen Kernkraftwerke? Kann es wirklich nicht zu so einer Katastrophe wie in Fukushima oder Tschernobyl kommen? Was wurde alles getan, damit es hier in Deutschland, keinen SUPERGAU gibt? Wie sicher ist Kernenergie überhaupt und wie abhängig sind wir von Technik und Systemprogrammen? Dies versucht Andreas Gröhl in diesem Buch zu erklären, natürlich verpackt in einen eigentlich guten Plot. Das Thema ist interessant und ebenso brisant.

Das Cover:

Es war ausschlaggebend für mein Interesse an diesem Buch und ist sehr gut gewählt. Im Vordergrund ein Mann im Anzug, mit Regenschirm und Gasmaske, im Hintergrund ein brennendes Werk und  viele Freileitungsmasten und ich nehme mal an, links oben  in den  hellen Wolken soll Verena dargestellt sein. Das ganze Cover in düsteren Farben  gehalten, ist es schon ein Buch, was man beim ersten Blick sofort in die Hand nimmt.

Meine Meinung:

Das Thema ist sehr interessant und Andreas Gröhl hat durch seinen  Beruf auch absolutes  Hintergrundwissen. Er entwickelt in einer Firma Software für Simulatoren.

Nur leider hat mich das Buch überhaupt nicht überzeugt. Zu viele bildliche Darstellungen der Stadt Bremen und der Landschaft und Sehenswürdigkeiten nahmen mir komplett den Lesefluss. Für den Plot war das eher überflüssig, beziehungsweise hätte es ein Anreißen getan. So hätte man sich bestimmt 100 Seiten des Buches sparen können.

Die Charaktere waren nicht wirklich realistisch. Ein total überzogen beschriebener Liebhaber, der Aktionen veranstaltet, um Verena wieder zu bekommen, die mich erstaunen ließen, weil sie alles andere als legal waren. Aber das hat Verena nicht wirklich gestört.  Der Ehemann von Verena, Hermann,  hat mich dann vollends zur Weißglut gebracht. Da kann das ganze KKW in ein paar Minuten in die Luft gehen und er schmeißt einen philosophischen Spruch nach dem anderen. Auch scheint es ihm egal zu sein, dass es im Leben von Verena noch einen anderen Mann gibt, nämlich den Verflossenen Udo Lenker und man hat das Gefühl, Hermann  und Udo beginnen noch ein Männerfreundschaft untereinander. Wenn ich mir so Philosophen vorstellen soll, will ich nie einem real begegnen. Oft handeln die Protagonisten gegen jegliche  Logik und für den Leser nicht nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist sehr langatmig und ein aufbauender Spannungsbogen, wie ich ihn erwartet hatte, ist kaum vorhanden. Einzig die letzten 50 Seiten des Buches waren so spannend, wie ich  sie mir das ganze Buch hinweg gewünscht hätte. Dazu kamen noch sinnlose Diskussionen und ein für mich unsinniges Philosophieren, was durchaus spannende Szenen im Keim ersticken ließ.

Eine gute Story, die leider literarisch nicht gut umgesetzt wurde.

Daher bekommt  dieses Buch von mir nur 2 von 5 Lupen.

2Lupen

 

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7 Gedanken zu “Fukushimnobyl – von Andreas Gröhl

  1. Huhu Yvonne! Ich habe deinen Blog gerade über Lovelybooks gefunden. 😉
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass ich dir mal kurz den Link zum Hintergrund des Blogs da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Ich bin dort jedenfalls seit kurzem Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu „Fukushimnobyl“ verlinken dürfte. (Und mit deiner Erlaubnis auch in Zukunft ein paar deiner Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir auch einen Beispiellink, wie das Ganze im Endeffekt aussehen kann
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/03/27/die-sieben-schwestern-01-von-lucinda-riley/#more-1436

    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

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    • Hallo Janine, wer geht dann aber noch auf MEINEN Blog, wenn man alle Infos bei bloggervernetzt findet?
      Ich möchte ja auch meinen Blog bekannt machen.
      Oder wäre ich dann als Mitglied des Temas gelistet mit Link zu meinem Blog?
      Liebe Grüße
      Yvonne

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      • Das einzige, was wir bei Bloggervernetzt haben, ist das Coverbild und der Klappentext des Buches von der jeweiligen Verlagshomepage, nicht mehr und nicht weniger. Alles andere finden Interessierte dann auf den verlinkten Rezensionen. Du hättest dir nur den Beispiellink ansehen müssen, den ich dir mitgeschickt habe. 😉

        Liebe Grüße,
        Janine

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  2. Pingback: »Fukushimnobyl« von Andreas Gröhl | bloggervernetzt

  3. Pingback: [Oster- Tag ] Ostergewinnspiel von lisa ´round the globe | ein Anfang und kein Ende

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