In der Finsternis – von Sandrone Dazieri

In der Finsternis

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Piper (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492056881
ISBN-13: 978-3492056885
Preis: 19,99€

Dante Torre besitzt eine ganz besondere Gabe. Er kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies und darauf angewiesen, auch die kleinste Bewegung seines Entführers zu deuten. Jetzt kennt er ihn besser als jede andere. Und er weiß, dass er nicht tot ist – denn wieder ist ein kleiner Junge verschwunden … Dante Torre besitzt eine besondere Gabe. Er kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies und darauf angewiesen, die kleinste Regung seines Entführers zu deuten. Als Jahre nach seiner Befreiung ein kleiner Junge verschwindet, weiß Dante Torre, dass der Mann, den er Vater nennen musste, dahintersteckt. Doch der Vater gilt längst als tot. Nur Colomba Caselli glaubt Dante. Sie ist jung, gerade vom Dienst suspendiert und hat nichts zu verlieren bei dieser Ermittlung fern von allen Regeln. Dantes Spürsinn bringt die traumatisierte Frau auf eine Fährte: Jahrelang sind unzählige Kinder entführt worden – mit dem Ziel, ihre Erinnerung auszulöschen. Jetzt wird Colomba Caselli endgültig von ihrer Vergangenheit eingeholt …

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„In der Finsternis“ von Sandrone Dazieri ist mein erstes Buch eines italienischen Autors.

Schon das Cover hat mich angesprochen und versprach spannende Leseabende. Nun, dabei blieb es nicht. Es wurden spannende Stunden zu jeder möglichen Tages-und Nachtzeit, da mich das Buch so gefesselt hat, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und  es in weniger als einer Woche gelesen hatte.

Die ital. Polizei ermittelt im Falle einer Kindesentführung und nur die vom Dienst beurlaubte Colomba Caselli und ihr Vorgesetzter Rovere glauben  nicht an die Schuld des Kindsvaters. Hilfe bekommen sie von Dante Torro, einem jungen Mann, der selbst vor Jahren vom einem geheimnisvollen  und mittlerweile tot gesagten „Vater“ entführt und 11 Jahre gefangen gehalten wurde, bevor ihm die Flucht gelang. Durch diese Gefangenschaft besitzt er nun die Gabe, in Menschen lesen zu können und so hilft er an der Seite von Colomba, den wahren Entführer des Kindes zu finden. Colomba und Dante sind durch ihre Vergangenheit beide so geprägt, dass sie als Ermittlerduo perfekt zusammen passen und durch die Beschreibung der Charaktere mehr als sympathisch sind. Die Dialoge zwischen ihnen sind teilweise witzig und erinnern an ein altes Ehepaar, was schon Jahrzehnte zusammen lebt. In ihren Wesen und individuellen  Fähigkeiten ergänzen sie sich aber hervorragend und retten sich so mehr als einmal gegenseitig das Leben.

Die Ermittlungen gestalten sich zunehmend schwieriger, weil Colomba nicht einmal mehr ihren ehemaligen Kollegen trauen kann und am Ende selbst von der Polizei gejagt wird. Dante ist davon überzeugt, dass hinter der Entführung genau der Mann steckt, der damals auch ihn gefangen gehalten hat  und durch seine Gabe und Intelligenz kommen sie dem wahren Entführer des Kindes immer näher und geraten selbst permanent in Lebensgefahr.  Sie kommen bei ihren Ermittlungen einem riesigen Geheimnis auf die Spur und entdecken, dass nicht nur dieses eine Kind entführt wurde. Am Ende müssen sich beide ihrer Vergangenheit stellen……

Auf über 550 Seiten  schafft es der Autor von Anfang bis Ende eine Spannung aufrecht zu halten, die zwar in einem Showdown endet, aber eigentlich ist das ganze Buch für mich ein einziger Showdown gewesen. Der Einstieg in das Buch fiel sehr leicht und durch den rasanten Schreibstil des Autors lies es sich zügig und flüssig lesen. Einzig die vielen italienischen Namen verwirrten mich etwas.

Die vielen Informationen und Wendungen im Buch ergeben am Ende eine „runde“  Handlung und zeigen dem Leser, dass nichts so ist, wie es scheint. Das Ausmaß, welches hinter den Entführungen steckt, ist für den Leser nicht vorhersehbar.  Ebenso kann man zwar rätseln, wer der Entführer und der geheimnisvolle „ Vater“ ist, aber darauf gekommen bin ich nicht. Direkte Hinweise gab es für mich nicht. Das machte die Geschichte aber eigentlich nur noch spannender für mich, denn es treten durch Nebengeschichten und vergangene Ereignisse so viele Fragen im Kopf auf, dass einem nichts weiter übrig blieb, als schnell die Seite um zu blättern.

Dieser Thriller ist nicht der klassische Thriller an sich, dazu ist er zu vielschichtig und komplex für mich. Dem Autor ist  mit dem Buch  „ In der Finsternis“ ein Lesevergnügen besonderer Art gelungen und ich gebe gern verdiente 5 von 5 Lupen.

5Lupen

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