Todesurteil – von Andreas Gruber

Mordsommer

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480256
ISBN-13: 978-3442480258
Preis: 9,90€

In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …

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Wer einen richtig guten Thriller lesen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei…

Das Buch „Todesurteil“ vom niederösterreichischen Schriftsteller Andreas Gruber ist der 2. Band einer geplanten Trilogie und handelt von  dem  niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder und der Komissarin Sabine Nemez, die auf der Jagd nach einem skrupellosem Mörder sind. Band 1 „Todesfrist“ muss man nicht zwingend gelesen haben, ich kenne Band 1 bis jetzt auch nicht, nach diesem Buch wird sich das aber ganz schnell ändern.

Das Buch hat 2 Handlungsstränge, von denen man über das ganze Buch hinweg nicht ahnt, wie sie zusammen hängen.

Maarten S. Sneijder, der als Profiler für das BKA Wiesbaden arbeitet und an der dortigen Akademie auch unterrichtet ist ein auf dem ersten Blick unausstehlicher, unsympathischer Kerl, der auf dem zweiten Blick aber  auch mal seine positiven Charakterzüge durchblicken lässt, die ihn dann für den Leser insgesamt doch mehr als sympathisch und vor allem interessant erscheinen lassen. Eine seiner Schülerinnen ist Kommissarin Sabine Nemez, die als Studentin an der Akademie zugelassen wurde und mit der Sneijder früher auch schon zusammen in einem  Mordfall ermittelt hat ( Band 1 ).

Durch ihren Instinkt und ihre Intuition wird sie bei den Ermittlungen zu mehreren Mordfällen zur wichtigsten  Partnerin an Sneijders Seite, die durch so manche riskante  Alleingänge den Leser in schiere Verzweiflung bringt.

Der andere Handlungsstrang handelt von der österreichischen Staatsanwältin Melanie Dietz und ihrer Therapiehündin Sheila, die die Entführung der 10-jährigen Clara aufdecken möchte. Diese wurde nach einem Jahr als vermisst gemeldet an einem Waldrand gefunden, den gesamten Rücken tätowiert mit Zeichnungen aus Dantes „Inferno“.

Melanie Dietz geht als Staatsanwältin auch mal weniger legale Wege, um den Entführer der kleinen Clara zu fassen. Dabei steht ihr Kommissar Hauser zu Seite, der davon wenig begeistert ist, im Laufe der Zeit aber erkennt, das man manchmal abseits der bürokratischen Wege mehr erreicht.

Für den Leser ist es lange Zeit nicht ersichtlich, wie die beiden Handlungsstränge zusammen hängen. Die übersichtlichen Kapitel wechseln zwischen den Handlungen.  Immer wieder kommt es zu ungeahnten Wendungen in den Geschichten und hat man eine Person als Täter im Verdacht, wird diese ein paar Seiten weiter schon wieder ausgeschlossen. Andreas Gruber gelingt es geschickt, den Leser in die Irre zu führen und die kleinen Hinweise auf den  wahren Täter sind so raffiniert in die Geschichte eingebaut, das ich sie nicht erkannt habe. Am Ende fügen sich die Puzzleteile aber dennoch schlüssig zusammen.

Das Buch aus der Hand zu legen, fiel mir mehr als schwer. Es ist so spannend geschrieben, dass ich immer nur wissen wollte, wie es denn nun weitergeht. Der Einbau mehrerer Cliffhanger  von Andreas Gruber hat es mir dann fast unmöglich gemacht, mich an die Seitenvorgaben der Leserunde zu halten.

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite ist hier garantiert. Ich fand mühelos in die Geschichte hinein, auch ohne Band 1 zu kennen. Ich bin von diesem Buch so begeistert, dass es nicht mein letztes von Andreas Gruber gewesen ist und ich mich schon sehr auf den dritten Band dieses ungewöhnlichen Ermittlerduos freue.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Lupen…..mehr kann ich ja leider nicht vergeben.

5Lupen

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Ein Gedanke zu “Todesurteil – von Andreas Gruber

  1. Pingback: Lesung: Andreas Gruber zu seinem neuen Thriller “Racheherbst” | ein Anfang und kein Ende

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